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Schwere allergische Reaktionen nach Corona-Impfung sehr selten

Schwere allergische Reaktionen treten nach einer Corona-Impfung nur sehr selten auf. Das zeigt die Auswertung bisheriger Daten über die Verträglichkeit der Vakzine.

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Coronaimpfung
ISAREE K TIMMS/iStock

Die Corona-Impfung, die seit den Weihnachtstagen auch in der EU verimpft wird, ruft nur sehr selten schwere allergische Reaktionen hervor. Das zeigt die Auswertung der aktuellen Daten zur Verträglichkeit der Vakzine. Die Angst, die noch jungen Impfstoffe könnten besonders gefährlich sein, wird von Experten nicht geteilt.

Corona-Impfung sehr gut verträglich

Zu schweren allergischen Reaktionen kommt es nach aktuellem Wissensstand nur sehr selten. Bisher waren Menschen, die zuvor bereits eine anaphylaktische Reaktion erlitten hatten, davon betroffen. Eine anaphylaktische Reaktion bezeichnet eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems, die in schlimmen Fällen lebensbedrohlich sein kann. Menschen, die das bereits einmal erlebt haben, sollten vor der Impfung darauf achten, dass Notfallmaßnahmen zur Verfügung stehen.

Bisher sind in Europa zwei Varianten der Corona-Impfung zugelassen und werden bereits verabreicht: Der Impfstoff der Firmen BioNTech/Pfizer und jener von Moderna. Ein dritter Corona-Impfstoff von AstraZeneca steht kurz vor der Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde.

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Leichte Impfreaktionen kein Grund zur Beunruhigung

Kurzfristige allergische Reaktionen auf eine Impfung sind unbedenklich, erklärte die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie Erika Jensen-Jarolim gegenüber dem ORF. Leichte Impfreaktionen können ein geschwollener Arm, Hautrötungen oder auch leichtes Fieber sein.

Nach den Angaben des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention kommt es in nur sehr seltenen Fällen zu ernstzunehmenden oder gar potentiell lebensbedrohlichen Reaktionen, wie zum Beispiel einen anaphylaktischen Schock.

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Zu dieser Erkenntnis kamen die Experten durch die Auswertung der Reaktionen auf die bisher verimpften Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffes. Bei den ersten 1,9 Millionen Impfungen kam es bei 21 von ihnen zu anaphylaktischen Reaktionen. Diese traten in den meisten Fällen etwa 15 Minuten nach Verabreichung der Corona-Impfung auf. Ein Wert, der vergleichbar mit der Verträglichkeit anderer Impfungen ist, die bereits seit längerer Zeit angewendet werden.

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Allergiker schützen

Menschen, die bereits schwerere allergische Reaktionen erlebt haben, sollten vor der Verabreichung der Corona-Impfung Vorkehrungen treffen. Zu dieser Risikogruppe zählen "zum Beispiel Bienen- und Wespengiftallergiker oder Nahrungsmittelallergiker, bei denen nachgewiesen schon anaphylaktische Reaktionen stattgefunden haben", erklärt Jensen-Jarolim. Die Impf-Expertin rät diesen Personen aber dennoch zur Impfung, um gegen COVID-19 geschützt zu sein. Jensen-Jarolim empfiehlt dabei aber die Mitnahme einer sogenannten Epi-Pen mitzunehmen, um auf Notfälle vorbereitet zu sein.

 

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