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5 FAQ rund um das Piercing: Sind Piercings wirklich gefährlich?

Wir klären 5 häufige Fragen rund um das Piercing.

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Sind Piercings gefährlich?
curtoicurto / iStock

Ohren, Nase, Zunge, Bauchnabel – die Liste der verschiedenen Piercing-Arten ließe sich noch lange fortführen. Die Arten und Variationen werden immer kreativer, mitunter auch verrückter. Eines jedoch haben alle Stellen gemein. Denn wer sich für ein Piercing entscheidet, muss sich jedenfalls Warnungen über Lähmungen, ansteckende Krankheiten und Entzündungen anhören. Ist da überhaupt was dran oder ist tatsächlich Vorsicht geboten? Wir klären häufige Fragen und Mythen rund um das Thema Piercing.

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1. Kann man sich beim Piercen anstecken?

Es kursieren abstruse Horrorgeschichten über übertragbare Krankheiten wie HIV, Hepatitis B oder C. Stimmt es, dass man sich beim Piercen damit anstecken kann? Die genannten Krankheiten sind über Körperflüssigkeiten wie Blut übertragbar. Es ist also möglich, sich mit einer infizierten Nadel anzustecken, die zuvor bei einer infizierten Person verwendet wurde. Hygiene und Sauberkeit im Piercingstudio sind daher oberstes Gebot. Ein professionelles Piercingstudio verwendet überdies Einweg-Nadeln.

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2. Ruinieren Piercings im Mund die Zähne?

Da ist leider was dran. Die Lippenbändchen-Piercings (auch Frenulum- oder Smiley-Piercing) sind nicht gut für die Zähne, da der Ring auf den Schneidezähnen scheuert. Und wie ist das beim Zungenpiercing? Ein guter Piercer wählt eine optimale Position, damit die Zähne nicht geschädigt werden. Zusätzlich sollte man nicht damit spielen, also nicht daran nuckeln oder klappern. Dafür besteht die Gefahr von Verletzungen, etwa wenn beim Stechen eine Arterie verletzt wird. Außerdem sind die Schleimhäute naturgemäß mit Bakterien belastet, die bei der Wundheilung stören könnten.

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3. Können Piercings den Energiefluss stören?

Oft hört man, dass Piercings und auch Tattoos energetische Bahnen stören und beeinflussen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) besagt, dass Meridiane den Körper durchlaufen. In der Folge kann der Energiefluss durch das Stechen durchbrochen werden. Besonders vertreten ist der Mythos im Bereich der Ohrknorpel. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür jedoch nicht. Allerdings sind Piercings im Ohrknorpel eine heikle Angelegenheit, weil das Gewebe sehr empfindlich ist. Komplikationen bei der Wundheilung sind daher keine Seltenheit.

Dennoch gibt es Nerven, die beim Piercen durchstochen werden können. Lähmungen und Lähmungserscheinungen sind daher durchaus möglich, etwa beim Wangenpiercing (Cheek-Piercing).

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4. Wie schnell wachsen Löcher zu?

Das kommt ganz auf die jeweilige Körperstelle und die individuelle Wundheilung an. Ein Piercing an den Schleimhäuten im Mund braucht tatsächlich nur wenige Stunden, bis es verschlossen ist. Ein Loch an anderen Stellen, wie etwa am Bauch, braucht schon ein paar Wochen oder Monate. Ganz verschwinden wird ein Loch jedoch selten, Narben bleiben zurück. Das Loch im Ohrläppchen wächst allerdings nicht zu; genauso wenig wie der Tunnel beim Tunnel-Piercing.

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5. Sind Entzündungen vorprogrammiert?

Nicht unbedingt, aber eine Entzündung kann bei Piercings schnell entstehen, da es sich bei der gepiercten Stelle um eine offene Wunde handelt. Wird die Wunde nicht ordentlich gepflegt, sind Infektionen und Entzündungen die Folge. Zusätzlich sorgen folgende externe Faktoren für Entzündungen:

  • Mangelnde Hygiene beim Stechen selbst
  • Allergie auf das Material (zum Beispiel Nickel)
  • Scheuerung an der Kleidung
  • Spielen mit dem Piercing (Drehen, Zupfen, …)

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