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Verursachen Piercings Schäden am Körper?

Sind Sie gepierct oder kennen mehrere Piercingträger? Dann haben Sie bestimmt schon ein paar absurde Mythen rund um den Körperschmuck gehört.

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Schlechte Zähne, Entzündungen und Narben werden häufig mit Piercings in Verbindung gebracht.
kamisoka / iStock

Wollten Sie sich schon öfter piercen lassen und sind in letzter Sekunde vor Ihren Freunden gewarnt worden, es nicht zu tun? "Was, wenn der Piercer einen Nerv trifft und du gelähmt bist?" Eine berechtigte Frage, doch ist das wirklich möglich? Wir klären die fünf häufigsten Mythen für Sie auf!

Orale Piercings schädigen die Zähne

Titan ist härter als unsere Zähne und kann beim direkten Kontakt einen längerfristigen Schaden am Zahnschmelz verursachen. Karies, gereizte Zahnnerven sowie Kälte- und Hitzeempfindlichkeit können die Folge sein.

  • Bei einem Lippenpiercing ist beispielsweise nicht das Kügelchen, sondern der Verschluss das Problem. Dieser liegt an der Innenseite der Lippe und streift oft das Zahnfleisch.
  • Dies führt meist zu Verletzungen am Zahnfleisch. Weitere Folgen können freiliegende Zahnhälse, Verletzungen der Zahnwurzel oder Zahnfleischschwund sein.
  • Mittlerweile wird Kunststoff für Piercings eingesetzt, da sie weniger schädlich für die Zähne sind.

Mehr dazu: Piercing: 5 häufige Fragen

Intimpiercings verursachen Probleme beim Sex

Zwar denken viele, dass sie mit einem frisch gestochenen Intimpiercing monatelang keinen Sex haben können, das ist aber ein absoluter Irrglaube.

  • Natürlich ist es wichtig wo genau der Schmuck gestochen wurde, doch normalerweise kann man schon in der ersten Woche nach dem Stechen wieder Geschlechtsverkehr genießen.
  • Wer sich seinen Intimbereich rasieren möchte, kann dies auch gleich ab dem ersten Tag wieder tun.

Urin und Kamillentee desinfizieren Piercings

Dass Tee und Harn bei frisch gestochenen Piercings desinfizierend wirken, stimmt nur teilweise. Bei Intimpiercings ist es auf jeden Fall praktisch, da sie durch den Urin schneller heilen.

  • Frischer Harn ist fast steril und hat eine desinfizierende und schmerzlindernde Wirkung, deshalb ist es kein Problem Wunden oder Piercings damit zu behandeln.
  • Kamillentee kann durch seine ätherischen Öle oft zu Reizungen und allergischen Reaktionen führen. Hier wäre es besser auf spezielle Desinfektions- und Reinigungsmittel zurückzugreifen.

Mehr dazu: Piercings richtig pflegen

Piercings können Lähmungen verursachen

Prinzipiell lässt sich sagen, dass es gut möglich ist, dass ein falsch gestochenes Piercing zu einer vorübergehenden Lähmung führt. Deshalb ist es sehr wichtig einen professionellen Piercer aufzusuchen und die Hygienestandards zu beachten.

  • Bei riskanten Stellen wie der Wange (Cheek-Piercing), kann beim Durchstechen der Nervus facialis verletzt werden. Dadurch sind kurzzeitige Lähmungen oder Infektionen möglich.
  • Falls dies tatsächlich eintritt, können Antibiotika- und Cortison-Infusionen schnelle Abhilfe schaffen. Daher: Lieber Vorsicht statt Nachsicht und Finger weg von gefährlichen Piercings!

Piercinglöcher wachsen innerhalb einer Stunde zu

Hier gibt es zwar keine eindeutige Antwort, da Löcher unterschiedlich schnell zuwachsen.

  • Fakt ist, dass es bei Schleimhäuten tatsächlich nur wenige Stunden dauert, bis das Loch soweit geschlossen ist, dass man das Piercing nicht mehr selbstständig einsetzen kann.
  • Wer seinen Körperschmuck jedoch schon jahrzehntelang trägt, kann ihn meist auch noch nach mehreren Tagen wieder einsetzen.
  • Piercingfans muss jedoch bewusst sein, dass jedes Loch irgendwann einmal zuwächst. Einzige Ausnahme: Ohrlöcher bleiben tatsächlich meist ein Leben lang und wachsen selten zu.

Mehr dazu: Gesundheitsgefahr durch Piercing?

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