Bewusst leben

"Skinimalism": Weniger Make-up & Pflege-Produkte, dafür mehr Selbstliebe

Gib deiner Haut Luft zum Atmen und verbanne die zig Pflege-Produkte aus deinem Badezimmer! Mit "Skinimalism" lernst du dich selbst zu lieben.

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Elitsa Deykova / iStock

Immer wieder hört man von Beauty-Trends, die unserer Erscheinung den letzten Schliff verpassen sollen. Doch Tatsache ist, dass wir auch ohne Make-up & aufwendige Pflege-Routinen bereits ein einzigartiger Diamant sind. Umso schöner, dass "Skinimalism" genau diesem Motto folgt. Wir verraten dir, was es mit dem nachhaltigen und minimalistischen Beauty-Trend auf sich hat.

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Social-Media-Scheinwelt fördert Schönheitswahn

Von überall im Netz wird man bombardiert mit Beauty-Tipps: "Nutze diese Creme, wende jenen Make-up-Look an. Dann, aber nur dann, entsprichst du endlich dem makellosen Schönheitsideal!" Wenngleich viele von uns Pflege-Produkte brauchen, damit sich die Haut regenerieren kann und Make-up-Looks auch durchaus zurecht für mehr Selbstbewusstsein sorgen, schraubt der Überfluss an Beauty-Trends oftmals unseren Selbstwert herunter. Besonders Social-Media birgt dabei den Anschein, dass man permanent dem perfekten Ideal entsprechen muss. Für viele Menschen, besonders für Jugendliche, kann diese unrealistische Erwartungshaltung gefährlich werden. Denn klar ist, dass sich die top-gestylten Influencer hinter einem Filter und jeder Menge Selbstinszenierung verstecken. Was nach dem Scrollen im Feed bleibt, sind Selbstzweifel und der Drang einer Schönheitsvorstellung gerecht zu werden, die unerreichbar ist.

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"Skinimalism": Weniger Skincare ist mehr!

Besonders die Corona-Pandemie hat dabei vielen Frauen die Last genommen, jeden Morgen eine Make-up-Fassade auf das eigene Gesicht zu klatschen. Während im Büro nicht selten die Frage "Bist du krank?" auftaucht, wenn man ungeschminkt das Haus verlässt, legen im Home-Office nun immer mehr Frauen den top-gestylten Look ab. Den Überblick haben wir ohnehin längst verloren, ständig werden der modernen Konsumentin neue Skincare-Tipps und Beauty-Looks ans Herz gelegt. Dass die "Skinimalism"-Bewegung gerade jetzt auftaucht, ist also kein Wunder. Sie vereint "Skin" sowie "Minimalismus" und steht für einen natürlichen Look und eine sparsame Pflege-Routine.

Die Beauty-Industrie kann in erster Linie nur aufgrund unserer Selbstzweifel und angeblichen Schönheitsmakel bestehen. Doch nun die gute Nachricht: "Skinimalism" spricht sich klar gegen diese Mentalität aus.

  • Dabei sollst zwar nicht völlig auf Pflege-Produkte verzichten, jedoch ist es vollkommen ausreichend, die Beauty-Routine auf ein Minimum zu reduzieren. So gibst du deiner Haut die nötige Luft zum Atmen.
  • Oftmals stecken in einer Skincare-Creme ohnehin genügend Inhaltsstoffe. Wer es hingegen mit der Pflege-Routine übertreibt, stresst die Haut nur zusätzlich.
  • Nicht nur deine Haut, sondern auch die Umwelt wird es dir danken: Wenn du überflüssige Produkte aussparst, vermeidest du Verpackungsmüll und kannst stattdessen auf ein paar wenige, dafür nachhaltige Cremen bzw. Seren setzen.

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Mutig sein: Du musst dich nicht hinter Make-up verstecken

Doch auch in Sachen Make-up zielt die "Skinimalism"-Bewegung auf natürliche Schönheit ab. So zeigen sich immer mehr Frauen ungeschminkt und unperfekt in der Öffentlichkeit. Dabei werden nicht einmal Pickel-Narben, rote Flecken oder Augenringe kaschiert: Bei "Skinimalism" lernst du, dich so zu lieben und zu schätzen, wie du bist. Falten, Unreinheiten und Poren definieren nämlich nicht unseren Wert, sondern gehören zum Menschsein dazu.

Die Body-Positivity-Bewegung schließt Make-up nicht aus: Du kannst dich sehr wohl schminken, sofern du Lust dazu hast. Jedoch solltest du dies nicht deshalb tun, weil du glaubst, der Schönheitsnorm entsprechen zu müssen.

Hier siehst du ein paar mutige Frauen, die sich ohne Make-up und Filter vor die Linse getraut haben:

 

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