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"Wissen, was wir essen": Kampagne fordert mehr Transparenz

Kaiserschmarrn mit Käfig-Eiern aus Aserbaidschan? Na Mahlzeit…

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t-lorien / iStock

Immer mehr Menschen legen Wert auf tierische Produkte aus artgerechter Bio-Haltung. Weil es nicht egal ist, was wir essen. Doch wer im Restaurant oder einer öffentlichen Küche isst, weiß nicht unbedingt, was auf seinem Teller landet und woher das Produkt stammt. Die Kampagne "Wissen, was wir essen" möchte auf die Missstände aufmerksam machen und endlich mehr Transparenz schaffen.

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Tierwohl hat oberste Priorität

Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, was sie essen. Dass dem nicht so ist, zeigen folgende Fakten: Rund 600 Millionen Eier stammen aus Käfighaltung und Tausende Tonnen Fleisch aus Massentierhaltung aus dem Ausland werden jährlich konsumiert – und der Endverbraucher ahnt nichts davon. Wir konsumieren Nahrungsmittel, die eigentlich aus Tier- und Umweltschutzgründen bereits verboten sind. Dieser Missstand wirkt sich negativ auf die Tiere, das Klima und auch die heimische Landwirtschaft aus.

"Über unseren Teller können wir die Welt gestalten – aber nur, wenn wir wissen, was darauf landet." (Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens)

Die aktuelle Situation ist so grotesk wie geschmacklos: Auf Österreichs Tellern landen holländische Kälber, während einheimische Tiere exportiert werden. Eier aus Käfighaltung aus Aserbaidschan sind genauso keine Seltenheit wie Billigfleisch aus der Ukraine. Unter diesen Umständen leiden nicht nur Tiere, sondern auch die heimische Landwirtschaft. Genauso schädlich wirkt sich das auf den globalen Klimawandel aus.

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Politik & Wirtschaft sind gefragt

Die Kampagne "Wissen, was wir essen" fordert daher

  • die Einführung einer verpflichtenden und kontrollierten Kennzeichnung und Zertifizierung nach Herkunft & Tierwohl in Gastronomie und öffentlichen Küchen.
  • Wichtig wären allerdings nicht nur Informationen in Bezug auf Herkunft, sondern auch auf Qualität und Lebensbedingungen.
  • Gefragt sind alle Parteien, die sich noch vor der Nationalratswahl im September dafür bekennen sollen.
  • Laut einer Befragung des WWF sind alle Parteien offen gegenüber den Vorschlägen für mehr Transparenz.

Die Folgen könnten sich sehen lassen: Heimischen Tieren aus artgerechter Haltung blieben Leid und lange Transportwege erspart, heimische Bauern profitierten ebenso wie die Umwelt und schließlich die Konsumenten, die endlich Gewissheit über ihre Nahrungsmittel hätten.

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