Bewusst leben

Zero Waste-Selbstversuch: Die Redaktion berichtet von ihren Erfahrungen

Eine Woche lang nach dem Zero Waste-Konzept leben? Wie uns das gelungen ist, können Sie hier nachlesen.

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Redakteurin Silke berichtet von ihren Erfahrungen

Wer einen kritischen Blick ins Einkaufswagerl wirft, kriegt bei dem Anblick der Mengen an Plastik und anderen Verpackungsmaterialien die Krise. Mir geht es zumindest immer wieder so! Dabei achte ich ziemlich genau darauf, was ins Wagerl kommt und was nicht. Trotzdem! Oft mangelt es einfach an müllarmen Alternativen.

Ich habe zumindest damit angefangen, zu plastikfreien Produkten zu greifen, wenn es sie denn gibt. Und auch meine Tomaten, Birnen, Äpfel & Co brauche ich nicht im Plastikbecher, die kann ich auch lose kaufen – ohne Sackerl oder mit einem mitgebrachten. Ärgerlich ist es dann nur an der Kasse, wenn die Kassiererin das Obst und Gemüse wieder in ein Plastiksackerl geben möchte. Da kann ein freundliches, aber bestimmtes "Nein, Danke" helfen.

Wenn ich am Weg in die Arbeit plötzlich richtig Lust auf Kaffee bekomme, verkneif ich es mir mittlerweile, einen Coffee-to-go zu kaufen. Zu groß ist mein schlechtes Gewissen, dass ich das früher so gut wie jeden Tag gemacht habe. Warum bloß? Heute trinke ich meinen ersten Kaffee einfach gemütlich zu Hause, bevor ich aus dem Haus gehe. Wer das nicht möchte, kann sich immer noch einen hübschen Mehrwegbecher zulegen. Ein großes Problem ist mein Mittagessen. Da unser Büro im Nirgendwo liegt, kommt es viel zu oft vor, dass wir Essen bestellen. Was da an Plastik und Müll anfällt, ist echt erschreckend. Mein Vorsatz für die Zukunft: Wieder mehr vorkochen und am nächsten Tag mit ins Büro nehmen.

Es gibt aber schon ein paar Dinge, die mich stolz machen: Mein Mann verzichtet mittlerweile auf sein heißgeliebtes prickelndes Mineralwasser und trinkt unser tolles (!) Wiener Leitungswasser. Und mein 15-Jähriger gibt mir die "Schuld" daran, dass er sich beim Einkaufen jetzt immer Gedanken um die Verpackung machen muss… Da geht noch was!

Mehr dazu: Nachhaltig leben: Wie packe ich es an?

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