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Blass ist das neue gebräunt: Unsere Haut wird es danken

Holt eure Sonnencremes, Sonnenschirme und Hüte hervor: Diesen Sommer bleiben wir im Schatten.

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Blasse Haut
deniskomarov / iStock

Die ersten Sonnenstrahlen kommen im Frühling hervor und schon liegen die Sonnenanbeterinnen auf den Wiesen. Dabei ist der Hype um stark gebräunte Haut schon lange vorbei. Und das ist auch gut so: Unsere Haut dankt es uns, wenn wir auf das Bräunen verzichten.

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Bräunen ist out

Während vor einigen Jahren noch Bräunungsstudios das ganze Jahr lang ein gutes Geschäft machten, ist der Hype zur dauergebräunten Haut mittlerweile abgeflaut. Die Studios im Stadtbild wirken eher verlassen und etwas in die Jahre gekommen. Der tiefgebräunte Waschbrettbauch, der über der Hüfthose hervorlugte, war ein Schönheitsideal der frühen 2000er-Jahre. Mittlerweile verzichten die meisten auf Sonnenstudios in der kalten Jahreszeit und setzen eher auf einen natürlichen Look. Auch die klassischen "Solarium-Flecken", die durch das Bräunen auf der Sonnenbank entstehen, sieht man kaum noch. Das ist nicht nur besser für unser Geldbörserl, ein blasser Teint hat viele Vorteile für die Gesundheit der Haut.

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Das passiert beim Bräunen mit der Haut

Unsere Haut bräunt sich, wenn sie einem starken Einfluss von UV-Strahlen ausgesetzt ist. Als Schutzmechanismus verdickt sich die Haut und es wird Melanin gebildet, um die Zellen der Haut vor Schäden zu schützen. Der Bräunungsprozess ist eine Abwehrreaktion auf eine leichte Verbrennung der Hautschichten.

Bei diesem Prozess müssen Teile der Haut repariert werden. Dabei kann die DNA der Hautzellen geschädigt werden, was die Bildung von Hautkrebs begünstigt. Schon seit langem propagieren Hautärzte den Spruch "Die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand", damit wollen sie vor den Langzeitschäden von zu hoher Sonneneinstrahlung warnen. Wie gut die Haut mit Sonneneinstrahlung umgehen kann, kommt auf den Hauttyp an. Je geringer die hauteigene Abwehrkraft gegen UV-Strahlung ist, umso wahrscheinlicher kommt es zu bleibenden Zellschäden. Je heller der Hauttyp, desto weniger Melanin kann im Schutz gegen UV-Strahlung gebildet werden.

Vor allem Menschen, die zu juckender Haut mit Bläschen neigen, wenn diese der Sonne ausgesetzt ist (Sonnenallergie), sollten die direkte Sonneneinstrahlung meiden.

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So beeinflusst die Sonneneinstrahlung unsere Hautgesundheit

  • UV-Strahlung beschleunigt die Hautalterung.
  • Zu viel UV-Strahlung fördert die Entstehung von Hautkrebs.
  • Kinder sollen besonders geschützt werden, ihre Haut ist fünfmal dünner als die von Erwachsenen.
  • Haut, die stark der Sonne ausgesetzt ist, altert schneller,
  • bildet eher Falten
  • und trocknet schneller aus.
  • Häufige Sonneneinstrahlung schädigt das Bindegewebe und lässt Pigmentflecken entstehen.
  • Für die Augen ist die direkte Sonneneinstrahlung auch ungesund: Dass man nicht direkt in die Sonne schauen soll, ist allgemein bekannt. Eine gute Sonnenbrille sollte im Sommer ein Muss sein. Zu starke Strahlung der Sonne auf das Auge (wie etwa beim stundenlangen Sonnenbad) kann zu Linsentrübung und Veränderungen an der Netzhaut führen.
  • Auch Tattoos leiden unter starker Sonneneinstrahlung. Sie verblassen und verschwimmen, also "altern" dann schneller.

Dmitriy Nushtaev / Unsplash

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Also freuen wir uns darüber, dass sich die momentanen Schönheitsideale eher wieder zu einem natürlichen Teint entwickeln. Wer seine noble Blässe durch Sonnenschutz und das Meiden heftiger Sonneneinstrahlung erhält, sieht länger jung aus und hat eine gesündere Haut. Plus: Blasse Haut galt schon vor Jahrhunderten als besonders erotisch und nobel.

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