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Faszien à la Shaolin

Vor 1500 Jahren, geschützt hinter Klostermauern, entwickelten Shaolin-Mönche Bewegungs- und Meditationstechniken mit faszinierenden Ergebnissen für Körper und Seele.

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Frau hat gelockerte Faszien
Tom Merton / iStock

Schon Hippokrates soll einst gesagt haben, dass es nur ein gemeinsames Fließen, ein gemeinsames Atmen gäbe. Alles, so der berühmte Arzt des Altertums, sei "in Sympathie miteinander". Die Idee der Verbundenheit von Körper und Kosmos, Materie und Geist findet sich unter anderem auch in der Qi Gong Dichtkunst und Medizin.

+++ Mehr zum Thema: Qi Gong für mehr Energie +++

Jungbrunnen Qi – die Quelle allen Lebens

Die chinesische Medizin geht davon aus, dass wir uns umso vitaler fühlen, je mehr "Qi" (Lebensenergie) in uns vorhanden ist. Zu wichtigen Aufgaben des Qi zählen demnach die Stärkung des Immunsystems oder die Steuerung des Stoffwechsels. Gewonnen wird Qi aus Atem und Nahrung.

Wie beeinflussen aber Stress oder Bewegungsmangel unsere Lebensenergie? Verspannungen sind ein häufiges Resultat dieser Begleiterscheinungen ungesunder Lebensführung. Sie verhindern, dass der Atem frei fließt. Dies wiederum mündet laut traditioneller, chinesischer Medizin (TCM) früher oder später in Krankheit.

Im Gegenzug dazu entlastet eine aufrechte Körperhaltung die Atemmuskulatur. Durch das entspannte, tiefere Ein- und Ausatmen nehmen wir mehr Sauerstoff in die Lunge auf, der Körper wird – über den Blutkreislauf – wieder besser versorgt. Je besser die Durchblutung und je harmonischer so das Zusammenspiel von Organen, Muskeln und Arterien ist, desto effektiver geschieht die Verteilung der Atemenergie im Körper. Dies führt schlussendlich wieder zu mehr Vitalität.

Entspannt und beweglich dank der Shaolin

Eine spezielle Methode, Verspannungen und Schmerzen entgegenzuwirken, ist die im Buch vorgestellte Methode der "Faszientransformation", die auf Erkenntnissen der Shaolin-Mönche basiert.

Faszien (oder Myofaszien) sind, wie im Buch "Dynamische Faszien" von Robert Egger und Hannes Schoberwalter umfassend erklärt, "feine, aber zähe Häute, die unsere Muskeln, jedes Organ und jede Bandstruktur umschließen". Sie sind für unsere Beweglichkeit und für unser Wohlbefinden von besonderer Bedeutung. Es bestehe, so die Autoren, sogar "ein Zusammenhang zwischen Faszienrezeptoren und dem vegetativen Nervensystem (dieses regelt u.a. Blutdruck, Pulsfrequenz, Darmbewegungen) ".

Die Bewegungsabfolgen müssen daher bewusst und achtsam durchgeführt werden, um ganzheitlich zu wirken. Im Einklang mit der Atmung, sollen Bewegung, Fühlen und Denken durch die Übungen schließlich harmonisiert werden. Um Faszien flexibel und geschmeidig zu halten, muss jede Bewegung außerdem "ziehend" durchgeführt werden.

Hier sehen Sie das Video zum Buch mit freundlicher Genehmigung von Robert Egger:

Für wen eignen sich die Übungen?

Gerade im Zeitalter von Smartphone und Co. sind optimierte Bewegungen, die Faszien geschmeidig halten, wichtig, um insbesondere Schmerzen und Fehlhaltungen zu vermeiden oder zu korrigieren. Die sieben Bewegungen und Weisheiten aus dem Shaolin-Tempel sind ein möglicher Weg, uns auf sanfte, achtsame Art zu einem gesunden, beweglichen Körper zu leiten. Sie wirken positiv auf den Energie-Haushalt und führen damit zu mehr Wohlbefinden.

Quellen

Die Kunst des Qi-Gong. Unsere Vitalenergie optimal aktivieren. Von: Wong Kiew Kit

Robert Egger, Hannes Schoberwalter: Dynamische Faszien. Entspannt und beweglich mit Übungen der Shaolin-Großmeister, Verlag Springer Nature

Teilnehmen und gewinnen!

Einfach in den Kommentaren unter Angabe der E-Mail-Adresse teilnehmen und eines von drei Exemplaren des Buchs gewinnen. Die glücklichen Gewinner werden per Mail verständigt. Teilnahmeschluss war der 6. November 2017.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Bibliographische Angaben:

Dynamische Faszien. Entspannt und beweglich mit Übungen der Shaolin-Großmeister, von Robert Egger und Hannes Schoberwalter

2017, Softcover 25,69 Euro

ISBN 978-3-662-49937-5

Erschienen im Springer Verlag.

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