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Gute Ernährung in den Wechseljahren

Gesunde Ernährung ist für jedes Alter wichtig. Im Wechsel ist unser Körper durch die hormonelle Umstellung besonders belastet. Mit diesen Lebensmitteln können Sie ihn in der Umstellung unterstützen.

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Wechseljahre Ernährung
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Die Wechseljahre der Frau waren früher etwas Geheimnisvolles. Man glaubte, dass die Drüsen nach dem Aussetzen der Regelblutung sich umbilden und Frauen dadurch verrückt werden könnten. Heute hat man Kenntnis über den Hormonhaushalt der Frauen und weiß, wie kompliziert er ist. Es ist kaum vorstellbar, aber bis ins vorige Jahrhundert war die Lebenserwartung einer Frau gleichzusetzen mit dem Eintreten der Wechseljahre.

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Was sind nun Wechseljahre?

So wie die Pubertät eines jungen Mädchens sind die Wechseljahre ein natürlicher Vorgang im Leben der Frau. Die Eierstöcke beginnen weniger Geschlechtshormone (Östrogene) zu produzieren, dies führt zu einer Umstellung im Funktionskreis der Eierstöcke, bis sie am Ende gar keine Eizellen mehr enthalten und abgeben. Dann kommt es zur letzten Regelblutung (Menopause). Die Zeit vorher und auch nachher nennt man die Wechseljahre. Viele Frauen merken von all dem garnichts, andere bekommen Hitzewallungen, Schweiß­ausbrüche, Libidomangel (ausgelöst durch eine Trockenheit der Scheidenhaut) was zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Scheidenentzündungen führen kann.

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Was kann man tun?

Eine Verbesserung von Wechselbeschwerden tritt oft schon ein wenn man Pflanzenpräparate zu sich nimmt wie zum Beispiel Sojaprodukte, Salbei, Hopfen und vieles mehr. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch Bewegung und Entspannung.

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Warum ist die Ernährung für die Wechseljahre wichtig?

Gesunde Ernährung ist für jedes Alter wichtig, aber im Wechsel sinkt der Energiebedarf und auf Grund von körperlichen Veränderungen steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose. Das bedeutet, man sollte Obst und Gemüse, viele Milch­produkte, Pflanzliche Fette, Fisch, Soja und andere Bohnen vermehrt essen und darauf achten Fleisch zu reduzieren. Auch bei den Getränken ist Tee und Wasser der Vorzug zu geben.

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Was sind Phytoöstrogene?

Im Wechsel sinkt der Östrogenspiegel deutlich ab, was zu den typischen Beschwerden führt. Helfen kann man sich mit Pflanzenstoffen, die den Östrogenspiegel auf natürliche Art ausgleichen. Gute Quellen dafür sind:

  • Sojabohnen, aber auch andere Bohnensorten, Getreide und Nüsse.
  • Sojamilch und Tofu sind die gängigsten Produkte aus der Sojabohne, man kann aber auch frische Sojabohnen essen, sie sind genauso wie Erbsen und grüne Bohnen perfekt für Gemüsemischungen oder Gemüsesuppen geeignet. Österreich ist übrigens der drittgrößte Produzent von gentechnikfreien Sojabohnen in Europa.
  • Leinsamen, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne sind im Müsli gegessen ein guter Ballaststofflieferant.
  • Rotklee: Der Extrakt aus der Pflanze ist in Kapselform in jeder Apotheke oder Drogerie erhältlich, es gibt aber auch Rotkleetee oder man kann die Blüten zum Beispiel als Salat essen.
  • Salbei: Der Tee mindert vermehrtes Schwitzen und Schweißausbrüche.
  • Hopfen: Hopfen hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem, die Basis für erholsamen Schlaf
  • Traubensilberkerze
  • Mönchspfeffer
  • Rhabarberwurzelextrakt

All diese Ernährungszusätze findet man in Apotheken und Drogerien.

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