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Innovationen der Zahnmedizin: Zahnimplantate

Auf dem Gebiet der Zahnimplantate tut sich viel…

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Zahnimplantat
edwardolive / iStock

Zahnimplantate werden – ähnlich wie die natürliche Zahnwurzel – fest im Kieferknochen verankert. Damit bieten sie eine hochwertige Möglichkeit zur Befestigung von Zahnersatz – sowohl zur Schließung von Zahnlücken als auch zur Restauration teilweise oder vollständig zahnloser Kiefer. Erfahren Sie hier mehr über den innovativen Zahnersatz.

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Sicherer Halt für hochwertigen Zahnersatz

Die Zahnimplantation ist ein oralchirurgischer Eingriff, bei dem der Zahnarzt ein Zahnimplantat oder mehrere in das Zahnfach im Kieferknochen einsetzt. Nach einer mehrmonatigen Einheilzeit kann das Implantat als stabile Basis für Zahnersatz dienen:

  • Zahnimplantat mit einer Einzelkrone
  • Zahnimplantat als "Brückenpfeiler" für eine Zahnbrücke
  • Zahnimplantate als Befestigung einer Vollprothese

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Welche Arten gibt es?

Zahnimplantate sind zylinderförmig oder konisch. Sie verfügen über ein Schraubgewinde und eine spezielle Oberflächenbehandlung, die die Osseointegration – das Verwachsen mit dem Knochengewebe – unterstützt.

Man unterscheidet einteilige und zweiteilige Implantatsysteme, wobei letztere aus Implantatkörper und Abutment bestehen. Das nach der Einheilphase aufgesetzte Abutment ermöglicht die optimale Ausrichtung des Zahnersatzes.

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Welche Materialien eignen sich für Implantate?

In der Anfangszeit der Implantologie experimentierte man mit verschiedensten Materialien (Keramik, Eisen, Blei und Gold). In den 1960er Jahren entdeckte man Titan als biokompatibles Metall mit hervorragenden Eigenschaften für die Zahnmedizin. Die meisten Zahnimplantate sind heute aus Titan gefertigt.

Ein zweites Material, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut, ist Zirkondioxid (Zirkonoxid). Hierbei handelt es sich um eine moderne High-Tech-Keramik mit herausragender Biege- und Bruchfestigkeit. Die zahnfarbene Optik ist zudem gerade im sensiblen Front- und Eckzahnbereich ästhetisch vorteilhaft.

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Neueste Entwicklungen im Bereich der Implantologie

In den letzten Jahren wurden die Implantatsysteme zunehmend ausdifferenziert. Dies ermöglicht die optimale Anpassung an die Bedürfnisse jedes Patienten – auch und gerade bei vermindertem Knochenangebot:

  • Mini-Implantate mit reduziertem Durchmesser und geringerer Länge, die auch bei geringem Knochenangebot eingesetzt werden können.
  • All-on-Four®-System mit angulierten Implantaten zur Ausnutzung des Knochenangebots im Frontzahnbereich.
  • Zygoma-Implantate zur Verankerung im Jochbein.
  • Zweiteilige Keramikimplantate, die die Vorteile des Zirkonimplantats (bessere Optik, Verträglichkeit für Metallallergiker) mit der vorteilhaften Justierbarkeit zweiteiliger Systeme verbinden.

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  • Heike sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag zu Zahnimplantaten. Meine Tante muss sich wahrscheinlich in diesem Jahr auch ein Implantat einsetzen lassen. Gut zu wissen, dass es heutzutage auch Mini-Implantate gibt, die auch bei geringem Knochenangebot eingesetzt werden können. Dann brauch man keinen Knochenaufbau durchzuführen.

  • finn sagt:

    Wie lässt sich Metallkern reinigen? Hab gehört, dass der auch weich beim Zahnimplantat ist. Im Frontbereich wurde mir ein Implantat empfohlen, was beim Kauen zusätzlichen Druck enthält. Wissenswerte Infos, danke.

  • Florentin Eilers sagt:

    Meine Mama hat zweimal Zahnimplantate von Zahnarztpraxis Implantologie eingesetzt geworden. Sie hat gesagt, von allem ist
    Keramikimplantate die bequemste. Weil sie auch Probleme mit Knirschen hat, ist Metallimplantat nicht für sie.

  • Franziska Bergmann sagt:

    Meine Tante kommende Woche ein Termin bei der Implantologie. Sie möchte unbedingt ein Ersatz in zahnfarben haben. Danke für den Hinweis, dass man Keramik als Material verwenden kann.

  • Toni Krause sagt:

    Meine Tante hat in der kommenden Woche ein Termin in der Implantologie. Danke für den Tipp, dass die meisten Zahnimplantate aus Titan gefertigt werden. Gut zu wissen, dass mittlerweile auch Keramik verwendet wird und dieser eine gut Biege- und Bruchfestigkeit hat.

  • Gretl Hendricks sagt:

    Interessant, das Zahnimplantate entweder zylinderförmig oder konisch sein können! Ich informiere mich gerade umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten. Denn ich will für meinen Mundraum wirklich die optimale Lösung finden.