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Pupsalarm: Warum riechen unsere Fürze so streng?

Jeder von uns muss einmal pupsen, doch warum stinken die Darmwinde meist so unerträglich? Wir haben uns den "Furz-Gate" genauer angesehen.

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Warum stinken Fürze?
diane39 / iStock

Pupsen, furzen oder "einen fahren lassen" ist gesund – denn, was raus muss, muss raus. Doch die viel wichtigere Frage ist: Warum stinken unsere Fürze manchmal so fürchterlich? Wir haben uns mit dem Thema "Stinkefurz" genauer angesehen.

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Pups-Orchester am Klo

Du sitzt gerade in der Arbeit und du fühlst plötzlich, wie sich ein Darmwind in dir aufbauscht. Wie ein Verrückter läufst du aus dem Büro, um dich in der Toilettenkabine zu verstecken und deinem "Pups-Orchester" die richtige Bühne zu bieten. Einziges Problem: Wenn du das Klo verlässt, riecht es plötzlich nach Tod und Verderben. Kopfkratzend stehst du mit dem Toilettenspray in der Hand: "Normalerweise stinken die nicht so krass!"

Doch fangen wir mal ganz von vorne an und klären die erste Frage: Was ist ein Furz? Der BBC-Moderator Stefan Gates hat sich in seinem Buch "Die Wissenschaft des Furzes" mit dem Thema genauer befasst:

  • Flatulenzen sind ein natürlicher und gesunder Teil unserer Verdauung. Der Pups besteht zu 25% aus verschluckter Luft, die durch unseren Körper wandert.
  • Die restlichen 75% werden bei den verschiedenen Verdauungsprozessen gebildet, wie zum Beispiel durch die Zersetzung von Ballaststoffen.
  • Durchschnittlich entweicht täglich circa ein Liter Luft durch unser Hintertürchen. Das heißt, dass wir jeden Tag zwischen 10-20 Mal pupsen.

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Leise, aber tödlich!

Hier kommt die wohl ungewöhnlichste Information überhaupt: Mehr als 99% der Furz-Bestandteile sind geruchlos! Die restlichen 1% bestehen aus einer winzigen Spur von Gasen. Der stinkende Geruch setzt sich dabei aus Stoffen zusammen, die von der Ernährungsweise und den körpereigenen Darmbakterien abhängen.

  • Am meisten stinken unsere Darmwinde, wenn wir Bohnen, Käse und Fleisch essen, da diese einen hohen Schwefelanteil haben. Durch die Zersetzung von Aminosäuren entsteht ein besonders stechender oder fauliger Geruch. Vorsicht: Laut Gates sind leise Fürze am gefährlichsten, da sie extrem widerlich stinken.
  • Je gesünder du dich ernährst, desto mehr werden deine Darmwinde. Das heißt, wer ballaststoff- und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Quinoa, Haferflocken oder Gemüse isst, muss mehr furzen.

"Nur wenn Sie viel zu oft pupsen, ist es ein Zeichen dafür, dass Sie eine schlechte Verdauung haben und Kohlenhydrate nicht richtig verarbeiten können", erklärt Gastroenterologe Dr. Myron Brand gegenüber dem US-Portal Thrillist. Kommen noch starke Bauchschmerzen dazu, solltest du mit deinem Arzt über Blähungen sowie mögliche Unverträglichkeiten sprechen.

In ihrem Video erklärt auch die YouTuberin und Chemikerin maiLab alles über den unerträglichen Furzgeruch: 

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