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Honeymoon-Zystitis vorbeugen: Blasenentzündung nach dem Sex mit neuem Partner

Sie haben eine neue Liebe und freuen sich auf die intime Zeit zu zweit? Wenn da nicht die fiese Blasenentzündung dazwischen funken würde…

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Honeymoon-Zystitis
fizkes / iStock

The love is real, wenn sich zwei Menschen sehr mögen und zum ersten Mal körperlich werden. Man kann die Finger nicht voneinander lassen und fällt ständig übereinander her. Das ist toll, aufregend und macht Spaß. Aber eine ist oft not amused: Die Blase! Der kleine Spielverderber im Unterleib kommt vor allem bei der Frau nicht gut mit fremden Keimen und der ganzen Action untenrum klar. Die weibliche Harnröhre ist im Vergleich zu der des Mannes sehr kurz, Bakterien haben leichtes Spiel und lösen so schnell einen schmerzhaften Harnwegsinfekt aus. Dieses Phänomen, also nach dem Sex mit einem neuen Partner eine Blasenentzündung zu bekommen, nennt sich Honeymoon-Zystitis. Wie können sich Neuverliebte schützen?

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Sexy time mit bösem Ende

Die Bezeichnung Honeymoon-Zystitis (übersetzt Flitterwochen-Blasenentzündung) stammt daher, dass viele Frauen in der Hochzeitsnacht früher zum ersten Mal überhaupt Sex hatten und danach prompt einen Harnwegsinfekt bekamen. Die typischen Symptome sind:

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Darmkeime auf Abwegen

Heute warten die wenigsten auf die Hochzeitsnacht, um den "nackten Körperkult" zu zelebrieren. Die Honeymoon-Zystitis tritt daher besonders in sexuell aktiven Phasen bzw. bei häufig wechselnden Sexualpartnern auf. Die Schuldigen sind Krankheitserreger aus dem eigenen Körper: Darmbakterien vom Escherichia-coli-Stamm aus dem Enddarm werden durch Schweiß beim Sex verteilt und in die Vagina gerieben. Durch diese Schmierinfektion steigen die Übeltäter in die die Harnröhre auf, gelangen in die Blase, reizen die Blasenwand und führen dort zur Entzündung.

Neben den eigenen Keimen kommen jene des neuen Liebesspielkollegen hinzu, die für das Immunsystem noch unbekannt und schwerer zu bekämpfen sind. Haben sich die Abwehrkräfte an die neue Bakterienflora gewöhnt, ist die Gefahr dann meist gebannt. Manche Frauen neigen aber trotzdem immer wieder zu Blasenentzündung nach dem Sex und sollten daher Vorsicht walten lassen. Das Risiko für Infektionen wird übrigens auch durch Verhütungsmittel wie Diaphragma und Spermizide erhöht, da sie das natürliche Milieu der Scheide verändern.

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Wie kann ich die Honeymoon-Zystitis vorbeugen?

Die Blasenentzündung nach dem Geschlechtsverkehr kann ein echter Lusträuber sein. Denn gerade in der "Verliebtsheitsphase" möchte man auf Sex nicht verzichten. Sie können jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um die Gefahr für einen Infekt zu reduzieren:

  • Gehen Sie nach dem Sex unmittelbar auf die Toilette, um eventuell in die Harnröhre eingebrachte Keime auszuspülen.
  • Trinken Sie daher vor dem Akt genügend, um auch wirklich urinieren zu können.
  • Achten Sie darauf, Ihren Unterleib und die Füße stets warm zu halten.
  • Waschen Sie Ihren Intimbereich nur mit Wasser und verzichten Sie auf Spülungen, Intimwaschgels oder ähnliche Produkte. Die vaginale Flora ist sensibel und kann durch übertrieben Hygiene aus dem Gleichgewicht geraten.
  • Verzichten Sie auf Sex im Schwimmbad, im Whirlpool oder anderen Gewässern. Keime haben dort besonders leichtes Spiel.
  • Säubern Sie sich beim Toilettengang stets von vorne nach hinten, um keine Krankheitserreger in die Vagina zu befördern.

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Was, wenn ich doch eine Blasenentzündung bekomme?

Manchmal helfen alle Vorkehrungen nichts und die Honeymoon-Zystitis hat zugeschlagen. Wie eine Blasenentzündung am besten behandelt wird, lesen Sie auf netdoktor.at.

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