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Oralsex mit wechselnden Partnern erhöht Krebsrisiko

Wer im Laufe der Zeit Oralsex mit mehrmals wechselnden Partnern hat, weist ein höheres Risiko auf, an Mund- und Rachenkrebs zu erkranken.

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Michael Douglas wusste es scheinbar bereits im Jahr 2013. Der US-Kultschauspieler erklärte seine Rachenkrebs-Erkrankung damit, dass er in der Vergangenheit viel Oralsex hatte. Damals wurde der heute 76-Jährige noch überwiegend verlacht – eine Studie der Johns Hopkins Universität zum Thema Oralsex und Krebsrisiko gibt ihm heute aber recht.

Die US-Forscher wollen nämlich herausgefunden haben, dass Menschen, die mit zehn oder mehr Partnern ungeschützten Oralsex hatten, ein 4,3-fach erhöhtes Risiko aufweisen, an einem HPV(Humane Papillomviren)-bedingten Mund- oder Rachenkrebs zu erkranken.

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Männer stärker betroffen als Frauen

Die Wissenschafter nahmen dabei das Sexualleben von 508 Probanden unter die Lupe. Bei 163 von ihnen wurde bereits im Vorfeld die Diagnose eines HPV-bedingten Mund- oder Rachenkrebs erstellt. Dabei zeigte sich, dass Männer gefährdeter als Frauen sind, via Oralverkehr an dieser Krebsart zu erkranken. Über die Gründe dafür gibt es bisher aber nur Mutmaßungen. Offenbar kann der weibliche Organismus Humane Papillomviren besser unter Kontrolle halten, lautet eine These.

Neben der Anzahl der Oralsex-Partner spielen scheinbar auch weitere Faktoren eine Rolle: Zum einen die Frequenz, die Zeitspanne, in der man seine Sex-Partner wechselt. Diejenigen Patienten, die relativ schnell zwischen den Partnern wechselten, erkrankten am häufigsten an Krebs. Und dann zeigte sich noch, dass auch der Familienstand eine Rolle spielt. Diejenigen, die in Affären außerhalb ihrer Ehen Oralsex praktizieren, wiesen tendenziell ebenfalls ein erhöhtes Risiko auf, an Mund- oder Rachenkrebs zu erkranken.

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HPV bisher vor allem mit Gebärmutterhalskrebs beachtet asoziert

In der Vergangenheit galten Rauchen oder ein zu hoher Alkoholgenuss noch als vorwiegende Auslöser für Mund-Rachen-Krebs. Das HP-Virus, gegen das es eine wirksame Impfung gibt, war bisher vor allem als Auslöser einer Gebärmutterhals-Krebserkrankung bekannt.

"Unsere Studie baut auf früheren Forschungen auf und zeigt, dass nicht nur die Anzahl der oralen Sexualpartnern, sondern auch andere, bisher nicht beachtete Faktoren zum Risiko von HPV-bedingtem Krebs beitragen", erklärt die Studienleiterin Virginia Drake.

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