Body

Plötzlicher Schauder: So entsteht "Gänsehaut-Feeling"

Gänsehaut kriegst du nicht nur, wenn du Angst hast. Wie das evolutionäre Überbleibsel wirklich entsteht erklären wir dir hier!

  • Drucken
efenzi-scaled / iStock

Es braucht nur einen leichten Windzug oder einen gruseligen Film, und schon siehst du die Abermillionen kleinen Pustel-ähnlichen Prägungen auf deiner Haut. Gänsehaut zu bekommen ist eine natürliche Reaktion, die jeder erlebt. Aber was genau will dir dein Körper damit sagen, wenn sich Härchen aufstellen und dir manchmal sogar ein Schauder über den Rücken läuft?

Mehr dazu: Angstlust: Warum macht es Spaß sich zu gruseln?

Wie entsteht Gänsehaut?

Einst während der Eiszeit waren wir beharrte Wesen, die mit aller Macht ums Überleben kämpften. Diese Überlebenstaktik ist uns heute noch geblieben, und zwar in Form von der Gänsehaut. Dein Körper wärmt sich auf diese Weise auf, indem sich deine Haare aufstellen und ein Luftpolster entsteht. Sei dir aber darüber im Klaren, dass das Phänomen auch an anderen Körperstellen geschieht und nicht nur am Arm. Auch deine Sinne, vor allem in Relation zu Angst und Furcht, sind für die Entstehung der Gänsehaut verantwortlich. Hier reagiert dein Körper, um dich vor einer bevorstehenden Gefahr zu schützen. Emotionsforscher Christian Kaernbach erklärt der welt.de „Das ist eine Situation, in der ich es wirklich mit der Angst zu tun bekomme, und mein Körper mir sagt: mache dich mal lieber groß!“

Eines ist also schon einmal sicher:

  • Nicht nur in Angstsituationen entsteht diese Sensation. Auch wenn du von purem Glück getroffen bist, oder anderweitig emotional mitgenommen bist, wirst du mit einem Gänsehaut-Feeling überrascht.
  • Solche Momente können besonders bei mitreisenden Auftritten beobachtet werden, wo Künstler dich und Tausende von anderen Zuschauern in ihren Bann ziehen.

Mehr dazu: 11 Gründe, warum dir andauernd kalt ist

Vor Freude Gänsehaut kriegen

Wissenschaftler der Harvard University suggerieren, dass jene, die Gänsehaut von Musik bekommen tatsächlich auf andere Weise denken. In ihrer Studie wurden 20 Studenten einem Gehirn-Scan unterzogen. 10 von ihnen hatten bereits mit Musik ein Gänsehaut-Feeling erlebt und die restlichen 10 noch nicht. Diejenigen, die der Musik gegenüber physische Reaktionen zeigten, verfügten über einer anderen Gehirnstruktur. Nach den Ergebnissen sind bei diesen Personen dichtere Fasern aufzufinden. Diese sorgen für eine bessere Verbindung der auditorischen Gehirnrinde und jenen Bereichen des Gehirns, in denen Emotionen verarbeitet werden. Wenn du also das nächste Mal ein Gänsehaut-Feeling spürst erfreue dich daran, denn manchmal bedeutet es einfach, dass du gerade etwas wundervolles erlebst.

Mehr dazu: Reibeisenhaut auf den Armen: Woher kommt sie?

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.