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Riechstörung: Hat deine Nase den Geist aufgegeben?

Weder einen Geschmacks- noch einen Geruchssinn zu haben betrifft einen mehr als man denken würde. Wie kommt es aber zu einer Riechstörung?

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AaronAmat / iStock

Es gibt Beeinträchtigungen, die man Personen anerkennen, und jene von denen man erst nach einer Unterhaltung erfährt. Ist man blind oder gehörlos sticht man möglicherweise aus der Menge raus. Auch im Leben ist man wesentlich eingeschränkt im Vergleich zu Personen deren Seh- und Hörsinn noch in Takt ist. Aber was ist mit dem Geruchs- und Geschmackssinn? Wenn du an einer Riechstörung leidest sieht man dir deine emotionale Qual nicht an, aber die Lebensqualität der Betroffenen sinkt und auch die Psyche leidet an den Folgen.

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Was kann den Geruchssinn beeinträchtigen?

Beim Verlust von Augenlicht oder Gehör wird man offiziell als schwerbehindert klassifiziert. Sobald ein völliger Verlust des Geruchssinns auftritt fällt die mit der Geschmackssinn verbundene Wahrnehmung in die Kategorie "15 Prozent schwerbehindert" hinein. Aber auch die, die ein komplett normales Leben führen könnten tatsächlich mit einer emotionalen Last kämpfen, die nicht mit dem Auge gesehen werden kann. Diese Betroffenen haben es üblicherweise mit einer Anosmie oder Phantosmie zu tun.

  • Anosmie
    • Die Nase hat den Geist aufgegeben und weder Geruch noch Aromen können von Personen wahrgenommen werden.
    • Unterschiedliche Gründe dafür wären bspw.: Rauchen, Sinusitis bzw. eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung und sogar eine starke Erkältung.
    • Anosmie wird eher selten angeboren. Man bekommt sie typischerweise im späteren Alter.
  • Phantosmie
    • Hierbei handelt es sich um eine olfaktorische Halluzination.
    • Phantosmie ist oft ein Resultat von einem Unfall, bei dem der Kopf verletzt wird.
    • Betroffene halluzinieren Gerüche, die normalerweise faulig oder sogar chemisch riechen können. Der manchmal konstant anhaltende schlechte Geruch bringt viele zum Verzweifeln, und je nach Dauer wird ihnen von den Phantom-Gerüchen auch schlecht.

Der Geruchssinn hängt mit dem Geschmackssinn zusammen. Das merkst du vor allem wenn du erkältet bist, deine Nase sich verstopft und dir alles Essen der Welt keine Freude bereiten kann, weil du ohnehin nichts schmeckst. In Realität schmeckst du schließlich mit deiner Nase, jedenfalls nimmst du die Aromen und Nuancen mit deinem Geruchssinn auf. Wenn also auch dieser von den Folgen deiner Riechstörung betroffen wird ist es keine Überraschung, dass die Lebensqualität bergab sinkt.

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Was kann man gegen eine Riechstörung tun?

Bevor du in einen depressiven Zustand verfällst solltest du wissen, dass deine Sorgen mit einem gezielten Riechtraining verfliegen können. Dein Geruchssinn kann verbessert werden in dem du für mehrere Monate an unterschiedlichen Düften schnupperst um dein Riechvermögen zumindest teilweise wiederherstellen zu können. Experten vermuten, dass unsere Riechzellen verstärkt nachwachsen können solange unser Gehirn es hinbekommt die eingehenden Signale richtig zu verarbeiten.

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