Ernährung

Wenn der Körper sich selbst frisst: Was ist Autophagie?

Haben wir Zellen in unserem Körper, die sich selbst aufessen können? Was genau dahintersteckt und wieso Autophagie so wichtig ist, erfahren Sie hier.

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Kann unser Körper sich selbst aufessen?
Eva-Katalin / iStock

Wie bitte? Die Kunst, sich selbst zu essen? Was zunächst absurd klingen mag, ist für den Körper jedoch überaus wichtig und kann sogar beim Abnehmen helfen. Doch was genau steckt hinter der Autophagie?

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Was bedeutet Autophagie?

Keine Panik! Unser Körper kann sich nicht tatsächlich "selber aufessen": Der Begriff Autophagie leitet sich aus dem griechischen "auto“ (selbst) und "phagein“ (fressen) ab und bedeutet so viel wie "sich selbst fressen“. Damit ist jener Prozess gemeint, der sich innerhalb einer Zelle abspielt, um eigene Bestandteile abzubauen. Der Vorgang ist in etwa vergleichbar mit Recycling – der zelluläre Müll wird biochemisch verwertet und wiederverwendet. Ein hauseigenes Aufräumprogramm also.

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Warum ist Autophagie so wichtig?

Ohne zelleigene Müllabfuhr würden die Funktionen des menschlichen Organismus schnell ins Stocken geraten, denn es werden dabei nicht nur unbrauchbare Zellbestandteile beseitigt, sondern es wird auch Energie gewonnen.

Die Zelle reinigt und erneuert sich demnach selbst, aber wehrt auch zellfremde Eindringlinge, die dem Körper schaden, ab. Dieser Prozess spielt daher eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung von Krankheiten wie Krebs, Parkinson oder Demenz, aber auch bei Infektionen, sowie beim Fasten und bei der Gewichtsreduktion.

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Abnehmen mit Autophagie?

So weit, so gut. Dass andauerndes Essen und Snacken die Fettreserven daran hindert, abzubauen, da permanent Insulin ausgeschüttet wird, ist bekannt. Und dass die körpereigenen Zellen daran gehindert werden, ihren Müll zu verwerten.

Nun gibt es Stoffe und Vorgehensweisen, die unsere zelleigenen Prozesse beim Recyceln unterstützen und "Aufräumprozesse" in Gang setzen:

  • Dazu zählen intermittierendes Fasten (Phasen des Essens und Ruhephasen wechseln einander ab) oder eine andauernde minimal-reduzierte Kalorienzufuhr.
  • Schwarzer Kaffee und auch Lebensmittel, die reich an Spermidin sind, unterstützen den Prozess der Autophagie. Dazu gehören Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Pilze, Weizenkeime, grüner Pfeffer oder Sojabohnen.
  • Nicht zuletzt spielt auch reichliche Bewegung eine unterstützende Rolle in Bezug auf die Autophagie.#

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