Familie

Warum Ferien für Kinder wichtig sind

Die Sommerferien stehen vor der Türe. Gut so, denn Kinder brauchen dringend mal eine Pause.

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Kinder brauchen auch Ferien
FamVeld / iStock

Mehrwöchige Ferien lösen bei den meisten Eltern berufsbedingt Stress aus. Wie soll das nur gut gehen? Können ältere Kinder einen Teil der Zeit bereits alleine überbrücken, sind Eltern jüngerer Kinder auf die Hilfe von Großeltern & Co angewiesen. Doch trotz des waghalsigen Zeitmanagements sind Ferien nicht nur dafür da, damit sich die Lehrer einen Lenz machen, sondern vor allem für die Kinder. Die brauchen nämlich dringend mal Erholung.

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Kinder leiden unter Stress

Kindergarten und Schule sind gleichzusetzen mit einem Arbeitstag von Erwachsenen. Sie müssen sich konzentrieren, lernen bis der Kopf raucht, sich in ihrem sozialen Umfeld behaupten, mal stark sein, dann Rücksicht nehmen. Am Nachmittag, nach den Hausaufgaben, geht es meist nahtlos zum Nachmittagsprogramm. Das fordert Energie, jeden Tag aufs Neue. Die Kinder sind überfordert, für Spiel und Entspannung bleibt kaum Zeit.

Lange Stressperioden lösen bei Kindern u.a. folgende Symptome aus:

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfweh
  • Bauchweh
  • Appetitlosigkeit
  • Leistungsabfall
  • Gereiztheit
  • Antriebslosigkeit

Spätestens wenn ein Kind eines oder mehrere dieser Anzeichen zeigt, sollten bei den Eltern die Alarmglocken schrillen. Entlastung, den Terminkalender zu entrümpeln und Entspannung sollten dann vorrangig sein. Und genau dafür gibt es die Ferien.

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Ferienzeit locker gestalten

Erinnern Sie sich an das wunderbare Gefühl, als Sie mit dem Zeugnis in der Hand die Schule verlassen haben? Endlich mal Ferien – nichts tun, ungebunden sein und die Freiheit genießen. Genau danach ist Ihrem Kind aller Wahrscheinlichkeit nach auch. Deshalb gilt:

  • Nicht überfordern: Buchen Sie, sofern es das Alter und die Betreuungsmöglichkeiten zulassen, keine Kurse und teilen Sie das Kind nicht ein. Wenn es nicht anders geht oder der konkrete Wunsch besteht, machen Sommercamps natürlich auch Spaß, doch dann verplanen Sie die restliche Zeit des Tages nicht.
  • Mut zur Langeweile: Weiß das Kind mal nichts mit seiner Zeit anzufangen, ist das nichts Schlechtes – im Gegenteil. Denn Langeweile bietet dem Kind Raum zur Selbstbestimmung und fördert die Kreativität. Viele Kinder haben die Fähigkeit schon verlernt, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Dabei tut das so gut.
  • Mitspracherecht: Ab dem Volksschulalter können Kinder schon gut mitreden, wie sie ihre Ferien gestalten möchten. Räumen Sie ihnen daher unbedingt ein Mitspracherecht ein: Welche Ausflüge möchte das Kind machen? Welche Wünsche hat es? Erstellen Sie gemeinsam eine To-do-Liste für die Ferien. Aber, ganz wichtig: Machen Sie sich bei den Unternehmungen bloß keinen Stress.

Konnten die Kinder die Ferien richtig genießen, den Kopf auslüften und Kraft tanken, können sie auch voller Elan ins neue Schuljahr starten.

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