Liebesleben

Wie die Fingerlänge unsere Sexualität beeinflusst

Eine Studie aus England kommt zu dem Schluss, dass das Längenverhältnis zweier bestimmter Finger etwas über unsere sexuelle Ausrichtung verraten könnte.

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Gleich lange Finger bei lesbischem Paar
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Die Länge unserer Finger könnte einen Hinweis auf die jeweiligen sexuellen Präferenzen geben. Das besagt zumindest eine Studie, die vor kurzem im Journal Archives of Sexual Behavior erschien.

Männliche versus weibliche Hände

  • Weiblich: Bei Frauen sind der Zeige- und der Ringfinger typischerweise etwa gleich lang.
  • Männlich: Männer haben zumeist einen längeren Ring- im Vergleich zum Zeigefinger.

Schon frühere Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen dem Level von pränatalen Hormonen und der Länge der Finger hin. Jene, die im Mutterleib höheren Dosen von Testosteron ausgesetzt waren, kamen mit "männlicheren" Händen zur Welt. Im Bauch der Mutter kommen beide Geschlechter mit Testosteron in Kontakt.

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Wer steht auf wen?

Für die Studie untersuchte ein Team der University of Essex (UK) die Hände von eineiigen Zwillingen, und zwar von 14 männlichen und 18 weiblichen Paarungen mit unterschiedlichen sexuellen Ausrichtungen:

  • Bei den Frauen fiel auf, dass die bisexuellen oder lesbischen Schwestern im Vergleich zu Hetero-Zwillingen eher männertypische Fingerlängen aufwiesen.
  • Die männlichen Twins mit homo- bzw. bisexuellen Präferenzen hatten (unerwartet) ebenfalls tendenziell gleich lange Zeige- und Ringfinger.

Die Forscher halten fest: "Eineiige Zwillinge teilen zu 100% dasselbe Erbgut. Trotzdem können sie sich in ihrer sexuellen Orientierung unterscheiden. Daher muss es noch andere Faktoren geben, die für diese Unterschiede sorgen."

So könnte es sein, dass die Hormone im Mutterleib mitbestimmen, welche sexuelle Orientierung die Kinder später haben.

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Zeig mir deine Finger und ich sag dir, wen du liebst

Die Forschung legt also nahe, dass die Neigung zu Homosexualität durch unsere Zeit in Mamas Bauch und den dort umherschwimmenden Hormonen mitbestimmt wird. Die kleinen Körper reagieren auf viel Testosteron scheinbar mit einer Angleichung der Länge von Zeige- und Ringfinger sowie später mit einer Vorliebe für dasselbe Geschlecht.

Die Untersuchung ist zwar nicht die erste, die Fingerlänge und Sexualität in Verbindung bringt, trotzdem besteht hier kein kausaler Zusammenhang, sondern lediglich eine Korrelation: Sie können Ihren Mitmenschen folglich nicht von den Händen ablesen, ob Sie nun schwul, lesbisch, bi- oder heterosexuell sind.

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