Familie

Alle meine Freunde, nur ich nicht: Wenn alle plötzlich Eltern sind

Bist du in deinem Freundeskreis die Einzige, die noch keinen Kinderwagen vor sich her schiebt? Wie du trotz dem ganzen Babykram den Draht zu deinen Eltern-Freunden nicht verlierst, liest du hier.

  • Drucken
Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihre Freunde nicht verlieren, auch wenn sie alle schon Kinder haben.
Stígur Már Karlsson /Heimsmyndir /iStock

Es beginnt schleichend mit Einzelfällen und plötzlich werden es immer mehr: Der Freundeskreis vermehrt sich und das nicht im übertragenen Sinne. Eine Freundin nach der nächsten verkündet das frohe Ereignis einer Schwangerschaft.

Die Freude ist groß, doch spätestens wenn das Baby das Licht der Welt erblickt, verändern sich die Lebensumstände der frischgebackenen Eltern schlagartig. Das betrifft auch Freundschaften: Diejenigen, die (oft als einzige) noch keine Kinder haben oder einfach keine wollen, stehen auf einmal alleine da.

Mehr dazu:  Gibt es das perfekte Alter zum Kinderkriegen?

Babys, Babys, Babys

Während für Menschen ohne Kinder das Leben wie gewohnt weiter geht, findet für Jungeltern eine komplette Umschichtung der Prioritäten statt. Dazu kommen:

  • Schlafmangel
  • wenig Zeit für sich selbst
  • der Wunsch, alles richtig zu machen
  • Termine mit dem Baby (Kinderarzt etc.)
  • jonglieren zwischen Job, Haushalt und dem Kümmern um das Baby
  • u.v.m.

Für Freunde bleibt insbesondere anfangs kaum Zeit. Unsere beste Freundin mit Baby besuchen wir zwar so oft wie nur irgend möglich, trotzdem verändert sich die Freundschaft häufig. Gespräche über Männer, Ausgehen oder Hobbys, weichen Babythemen wie die richtige Wahl der Windel, Methoden um ein Schreibaby zu beruhigen, Stillen, Babyschwimmen oder Rückbildungsgymnastik.

Die meisten haben für ihre Eltern-Freunde vor allem eines übrig: Bewunderung! In erster Linie wird darüber gestaunt, wie toll Mama und Papa den Alltag mit Baby schmeißen. Manche fragen sich sogar: Ob ich das wohl auch schaffen würde?

Mehr dazu: Geburt = Dammriss? Muss nicht sein!

"Du hast keine Zeit mehr für mich"

Trotz aller Bewunderung kann es gerade in langjährigen Freundschaften nun auch zu Konflikten kommen. Vor allem, wenn die betroffene Person nur noch von Müttern umgeben ist und sich alles um Babykram dreht. Das Verständnis für das neue Leben der Jungeltern hört oft auf, wenn die hundertste Einladung zu einer Geburtstagsfeier etc. in den Wind geschlagen wurde. Man fühlt sich nicht mehr wichtig, hat vielleicht sogar die Befürchtung, im Leben der Freundin keinen Platz mehr zu haben. Nicht-Eltern haben dann zwei Optionen, um mit der Situation umzugehen:

  • Die Freundin künftig zuhause ("auf gemütlich") treffen.
  • Resignieren und abwarten, ob sich die Lage verbessert, wenn das Kind älter ist.

Wenn dir die Freundschaft etwas wert ist, dann solltest du versuchen, sich auf das neue Leben der anderen einzulassen und bei allem mitmachen, was mit dem Babyalltag einhergeht. Vielleicht hast du ja sogar Spaß im Bällebad, im Zoo und beim ausgedehnten Spaziergang durch den Park?

Mehr dazu:  Checkliste Haushalt: Das Baby kommt!

Gemeinsamen Raum finden

Du vermisst die langen Telefonate, die Kinoabende und Wellnesstage mit deiner BFF? Bei guter Organisation klappt das selbst mit Baby. Entweder du nimmst das Kind mit (es gibt z.B. Kinovorstellungen, die extra für Eltern mit Baby abgehalten werden) oder du hast Glück und das Baby kann beim Papa oder der Oma für ein paar Stunden abgegeben werden. Erwarte dir aber nicht zu viel und gib der Neu-Mama ein paar Monate Zeit, bis sie sich an ihre Rolle gewöhnt hat. Das wirst du, falls du eines Tages gerne Kinder haben willst, bestimmt auch brauchen!

Mehr dazu:  Ich nehm's nicht mehr persönlich

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.