Familie

Haptonomie: Kontaktaufnahme im Mutterleib

Haptonomie, übersetzt "Die Lehre der Berührung", soll Mutter als auch Vater schon vor der Geburt einen intensiven Kontakt mit dem Baby ermöglichen.

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Paar praktiziert Haptonomie
GeorgeRudy / iStock

Die Beziehung zwischen einem Baby und seiner Mutter ist einzigartig und unterscheidet sich vor allem anfangs in der Intensität deutlich zu der des Vaters mit dem Kind. Das liegt nicht nur am Stillen, sondern vermutlich auch daran, dass Ungeborenes und Mama schon während der Schwangerschaft eine starke Bindung aufbauen.

Haptonomie, eine spezielle Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung soll die Kontaktaufnahme zum Baby im Bauch noch intensivieren: Und zwar für Mama UND Papa.

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Übungen mit Fokus Liebe

Die wichtigsten Aspekte von Haptonomie:

  • Die Liebe zwischen den Eltern und dem Baby steht im Mittelpunkt.
  • Es geht um Berührungen "durch den Bauch hindurch".
  • Das Kind bestimmt die Dauer und die Intensität der Kontaktaufnahme.
  • Der Vater soll so schon vorgeburtlich eine Bindung herstellen können.
  • Fans der Methode glauben, dass das Kind durch die Techniken Vertrauen aufbaut und in seiner Autonomie bestärkt wird.
  • Wie auch das HypnoBirthing soll Haptonomie zu einer einfacheren und entspannten Geburt beitragen; vor allem durch den haptonomisch geschulten Geburtsbegleiter (z.B. den Papa).

Was passiert bei einer haptonomischen Einheit?

An einer Sitzung nehmen

  • die Mama,
  • der Papa,
  • das Ungeborene
  • und die Begleiterin teil.

Zuerst werden Erwartungen sowie eventuelle Unklarheiten besprochen. Dann folgen erste Übungen, also die erste "haptonomische Annäherung". Die weiteren Einheiten bestehen aus verschiedenen Übungen, die von den Eltern zuhause jederzeit wiederholt werden können.

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Sanfte Berührung ab der 17. Schwangerschaftswoche

Die Frau ist zumeist nur in Unterwäsche gekleidet, sofern ihr das nicht unangenehm ist. Im Idealfall ist die Praxis der Begleiterin warm, mit einer vertrauensvollen Atmosphäre. Dann wird der Bauch zusammen sanft und leicht, auf verschiedene Weise berührt.

Die haptonomische Begleitung ist ab der 17. Schwangerschaftswoche möglich, insgesamt werden meist sechs bis acht Sitzungen abgehalten.

Hinweis: Ein Haptonomie-Kurs ersetzt weder medizinische Untersuchungen noch den Dienst einer Hebamme. 

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