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Kaiserschnitt: Tipps für die Zeit danach

Diese Tipps unterstützen Sie bei der Heilung nach einem Kaiserschnitt.

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Kaiserschnitt
gdinMika / iStock

Während der Trend lange in Richtung geplanter Kaiserschnitt ging, wünschen sich viele Frauen nun wieder eine natürliche Geburt. Leider ist das aufgrund verschiedenster Faktoren nicht immer möglich. Folgende Gründen können für einen Kaiserschnitt sprechen:

Kaiserschnitt dringend nötig Kaiserschnitt wird in Betracht gezogen
Das Kind liegt quer Baby wiegt über 4.500 Gramm
Der Kopf des Kindes passt nicht durch das Becken der Mutter Verdacht auf ein Missverhältnis zwischen Babykopf und Becken der Mama
Drohender Riss in der Gebärmutter Kind liegt in Steißlage (Po nach unten)
Die Plazenta löst sich vorzeitig Mehrlingsschwangerschaft
Das Becken der Mutter ist deformiert Das CTG ist besorgniserregend
Die Plazenta liegt vor dem Gebärmutterhals Vorangegangener Kaiserschnitt
Eklampsie (Krampfanfall in der Schwangerschaft) Erschöpfung: die Mutter bewältigt die vaginale Geburt nicht mehr
Infektion des Fruchtwassers und der Eihäute Stillstand der Geburt
Fetale Azidose (Blutübersäuerung des Babys) durch Sauerstoffmangel  Verzögerung der Geburt
HELLP-Syndrom bei der Mutter (komplexe Form der Präeklampsie)  Vaginal-plastische Operation

Mehr dazu: Risiko für Kaiserschnitt vererbt?

Diese Dinge machen es nach dem Kaiserschnitt leichter

Die Erholungsphase dauert nach einem Kaiserschnitt ein wenig länger als nach einer natürlichen Geburt. Diese Tipps können die Heilung – sowohl die körperliche als auch die psychische – unterstützen und dafür sorgen, dass Sie bald wieder zu alter Form zurückkehren:

  1. Schmälern Sie Ihre Leistung nicht, nur weil bei der Geburt chirurgisch nachgeholfen wurde. Sie haben einen Menschen geboren und das ist toll!
  2. Fragen Sie den Arzt oder das Pflegepersonal, was Sie dürfen und was nicht. Lassen Sie sich von Ihrem Partner helfen.
  3. Nehmen Sie verordnete Schmerzmittel oder Nahrungsergänzungen so ein wie mit dem Arzt besprochen.
  4. Kümmern Sie sich nicht um die noch sackartige Form Ihres Bauchs.
  5. Berühren Sie den Schnitt nicht öfter als nötig, um die Heilung nicht zu beeinträchtigen.
  6. Heben Sie keinesfalls schwere Gegenstände.
  7. Geben Sie Ihrem Körper Zeit und verschwenden Sie die nächsten acht bis zehn Wochen keinen Gedanken an Sport.
  8. Scheuen Sie sich nicht davor um Hilfe zu bitten. Eine halbe Stunde Mama-Zeit im Badezimmer oder eine in Ruhe verspeiste Mahlzeit können in Sachen Erholung schon wahre Wunder wirken.
  9. Halten Sie sich von rutschigen Flächen fern, bei Stürzen könnten Sie sich nun ernsthaft verletzen.
  10. Essen Sie mild gewürzte Speisen und genügend Ballaststoffe, um Verstopfung zu vermeiden. Die Narbe sollte keinem Druck ausgesetzt werden.
  11. Meiden Sie blähende Speisen.
  12. Vermeiden Sie herzhaftes Lachen, wenn die Wunde noch frisch ist.
  13. Versuchen Sie heftiges Husten zu unterdrücken.
  14. Niesen kann ebenso zu starken Schmerzen an der Narbe führen. Drücken Sie beim Niesreiz die Nase zusammen und schnäuzen Sie sich vorsichtig.
  15. Vermeiden Sie es, sich stark nach vorne oder nach hinten zu beugen.
  16. Gehen Sie auf Toilette, wenn Sie müssen. Die ersten Male werden unangenehm sein, aber Zurückhalten macht es nur schlimmer.
  17. Tragen Sie kein Bauchband, um den Bauchumfang zu reduzieren, die Rückbildung passiert zum Großteil von alleine. Das Tragen eines Bauchbands nach einem Kaiserschnitt kann zu einer Hernie führen.
  18. Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Übelkeit sollten niemals ignoriert werden. All das kann auf eine Entzündung der Wunde hindeuten. Suchen Sie einen Arzt auf.
  19. Sex muss erst einmal warten. Ärzte empfehlen sechs Wochen darauf zu verzichten. Die meisten Frauen haben in der Zeit nach der Geburt aber sowieso wenig Lust auf Intimität. Fragen Sie zur Sicherheit nach, ab wann Sie wieder gefahrlos Verkehr haben können.

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