Familie

Gefährdet Zimt die Gesundheit von Kindern?

Sind Zimtkekse für Kinder gefährlich?

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Kinder sollten nicht zu viel Zimt essen
Rimma_Bondarenko / iStock

Zimt ist ein beliebtes Gewürz, verfeinert es doch so manche Süßspeise und zur Adventzeit gehört das Aroma sowieso dazu. Zimt soll aber nicht nur positive Eigenschaften haben – eine bestimmte Sorte soll für Kinder und empfindliche Erwachsene sogar gesundheitliche Folgen haben. Stimmt das?

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Gutes Zimt, böses Zimt

Zimt steckt in Keksen, Lebkuchen und schmeckt auch, wenn er über den warmen Kakao, das Porridge sowie über den köstlichen Grießkoch oder Milchreis gestreut wird. Kein Wunder, dass Kinder das braune Gewürzpulver lieben. Aber sollten Eltern beim Zimt-Verzehr ihrer Kinder Vorsicht walten lassen? Es heißt, dass die Aufnahme von zu viel Cassia-Zimt die Gesundheit beeinträchtigen kann, während die Sorte Ceylon-Zimt völlig unbedenklich ist (mehr über die Unterschiede können Sie hier nachlesen). Verantwortlich dafür soll der hohe Cumarin-Anteil in Cassia-Zimt sein. Ist das wirklich so?

  • Fakt ist: Bei Kindern und empfindlichen Erwachsenen kann der Aromastoff leberschädigend wirken. Die Auswirkungen können von erhöhten Leberenzymen bis zu einer Hepatitis (Leberentzündung) reichen.
  • In Tierversuchen wurde eine krebserregende Wirkung festgestellt; beim Menschen konnten Wissenschafter noch keinen Zusammenhang mit Tumorerkrankungen erkennen.

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Nur eine kleine Prise Zimt, bitte!

Das klingt besorgniserregend. Wie viel davon ist denn nun okay? Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, kurz TDI) für Cumarin liegt bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) spricht sich dafür aus, im Haushalt ausschließlich Ceylon-Zimt zu verwenden. Ein Erwachsener mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm schöpft den TDI-Wert bei ca. 2 Gramm Cassia-Zimt täglich aus. Ein Kleinkind mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm tut dies bei einer Aufnahme von ca. 0,5 Gramm Cassia-Zimt.
  • Das bedeutet, dass ein Kleinkind etwa sechs kleine Zimtkekse pro Tag essen darf, während ein Erwachsener 24 davon verzehren kann.
  • Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) relativiert das Risiko und gibt an, dass bei normalem Konsum keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Außerdem müssen die Werte über das Jahr verteilt betrachtet werden – selbst wenn zur Weihnachtszeit vermehrt Zimt gegessen wird, gleichen sich die Werte über das gesamte Jahr verteilt wieder aus.

Zimt-Gefahr hin oder her: Da Zimt meist auch in Kombination mit Zucker verzehrt wird, ist es ohnehin gut, die Menge zu beschränken und Kekse & Co nur mit Maß und Ziel zu genießen.

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