Liebesleben

Liebeskummer lohnt sich nicht: So überwinden Sie den Trennungsschmerz

Alles aus? Wie Betroffene mit Liebeskummer umgehen sollten und wie sie wieder ein neues Leben findet.

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Liebeskummer lohnt sich nicht
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Sie haben sich getrennt oder wurden verlassen und leiden unter Liebeskummer? Dann fühlen Sie sich vermutlich elend. Das gebrochene Herz, das eine Trennung symbolisieren soll, kommt schließlich nicht von ungefähr. Tatsächlich leiden viele Betroffene unter dem Broken-Heart-Syndrom.

Wie lange ist es okay zu leiden und wann soll das Leben wieder weitergehen? Und wie kann man Liebeskummer am besten überwinden? Wir gehen der Sache auf den Grund.

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Warum sich Liebeskummer nicht lohnt

Eine Trennung ist eine schmerzhafte Sache, die Dauer der Beziehung spielt dabei oft keine Rolle, auch eine kurze, aber intensive Beziehung kann Betroffenen den Boden unter den Füßen wegziehen. Auch, dass jener Partner, der sich getrennt hat, nicht leidet oder nicht leiden darf, ist ein Mythos. Liebeskummer ist so individuell wie die Beziehung und der Mensch selbst, auch leiden Frauen und Männer unterschiedlich. Der eine möchte sich tagelang im Bett verkriechen, der andere schlägt sich mit Freunden die Nächte um die Ohren, andere wiederum lassen sich den Schmerz kaum anmerken. Egal, wie man damit umgehen möchte, wichtig ist, dass die Trauerphase schließlich überwunden wird und die negativen Gefühle nicht überhand nehmen.

Liebesschmerz durchläuft vier Phasen:

  • Phase der Verleugnung: Nach der Trennung kämpft der Verlassene mit Gefühlen der Ohnmacht, Machtlosigkeit, fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Auch wenn eine Trennung bereits im Raum stand, ist es erst einmal ein Schock. Der Verlassene möchte den Partner zurück haben.
  • Phase der Trauer: Hier durchleben Betroffene ein Wechselbad der Gefühle – Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit, aber auch Wut und Ärger machen sich breit. Diese Phase ist auch geprägt davon, sich über den neuen Lebensabschnitt bewusst zu werden. Das Leben geht weiter, auch ohne den ehemaligen Partner.
  • Phase der Reflexion: Die Beziehung und die Trennung werden verarbeitet, auch wenn der Liebeskummer noch nicht vorbei ist, findet man auch immer mehr Gefallen am neuen Leben, erlebt wieder Positives und ist nach und nach "guter Dinge".
  • Phase des Abschließens: Erst, wenn das Ende der Beziehung akzeptiert wurde, ist der Mensch bereit für die nächste und letzte Phase. Nun können neue Perspektiven zugelassen werden und die Betroffenen sind offen für Veränderungen. Je nach Persönlichkeit und Art der Trennung kann es ein bis zwei Jahre dauern, bis diese Phase erreicht wird.

Was tun, wenn der Schmerz nicht aufhört?

Gerade in der zweiten Phase können sich die Sehnsucht nach Rache und vor allem bei jungen Menschen auch Selbstmordgedanken breit machen. Dann ist es wichtig, auf sein soziales Umfeld zu bauen oder bereit zu sein, sich (psychologische) Unterstützung zu holen. Vereinzelte Fälle, in denen Betroffene extremen Liebesschmerz durchmachen und zu übertriebenen und verhängnisvollen Handlungen neigen, lassen medial immer wieder aufhorchen: Betroffene ermorden ihre ehemaligen Partner, die ganze Familie oder rächen sich auf andere brutale Weise. Durch solche Verhaltensweisen wollen die Betroffenen unter andere, die Kontrolle über die Situation zurück erlangen. Auch bei Stalking, Depressionen oder wenn der Alkoholkonsum exzessive Ausmaße annimmt, sollten sich Betroffene unbedingt Hilfe holen.

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Richtig mit Herzschmerz umgehen

Diese Tipps können den Heilungsprozess unterstützen, damit Sie bald in ein neues Leben starten können.

  • Sich mitteilen. Am besten hilft es, sich über seine Gefühle bewusst zu werden. Dabei ist es Ihnen selbst überlassen, ob Sie mit der besten Freundin quatschen oder einen Brief schreiben (den Sie ja niemals abschicken müssen). Egal ob mündlich oder schriftlich: Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf.
  • Selbstmitleid ist okay. Für ungefähr fünf Tage. Naschen Sie, feiern Sie, schauen Sie Liebesfilme, werden Sie zum Couchpotato. Aber dann raffen Sie sich wieder auf und halten Ausschau nach neuen Perspektiven. Sport, Freunde treffen, eine neue Frisur, lauthals das Lieblingslied trällern – all das kann helfen, sein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen, sich gut zu fühlen und nach vorne zu blicken.
  • Hoffnung nicht verlieren. Klar, die Trennung ist schmerzhaft und besonders nach langjährigen Beziehungen fällt es schwer, aus dem "Wir" wieder ein "Ich" zu machen. Aber seien Sie sich bewusst, dass es sich lohnt, die Trauer zu überwinden und dass das Leben auch ohne Partner lebenswert ist. Denken Sie an die Begebenheiten, die Sie gestört haben (und die gibt es in jeder Beziehung) und atmen Sie tief durch bei dem Gedanken, sich damit nicht mehr quälen zu müssen.
  • Aktiv werden. Denken Sie positiv und unternehmen Sie etwas, das Sie immer schon mal tun wollten. Für den Marathon trainieren, Bungee Jumping, die Diplomarbeit finalisieren, das neue Restaurant testen – tun Sie, was Ihnen gefällt.

Für eine positive Einstellung sorgt auch der Klassiker "Liebeskummer lohnt sich nicht" von Siw Malmquist:

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