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Warum Märchen für Kinder pädagogisch wertvoll sind

Märchen sind schon für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

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Warum Märchen pädagogisch wertvoll sind
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Rapunzel, Hänsel & Gretel oder Der Wolf und die sieben Geißlein – klassische Märchen zählen zu den beliebtesten Geschichten, die Kinder gerne vorgelesen bekommen. Ob der nicht abzustreitenden Grausamkeiten, die in den Büchern vorkommen, fragen sich viele Eltern, ob sie die Geschichten ihren Kindern überhaupt zutrauen können. Und: Sind Märchen eigentlich pädagogisch wertvoll?

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Märchen: Nur alte Geschichten?

Die Sprache ist veraltet, die grausamen Taten der bösen Gestalten werden detailreich geschildert und die guten Figuren sind einfach nur arm dran. Was soll daran gut sein, vor allem für junge Leser?

Dass Märchen trotz der genannten Aspekte gut für Kinder sind, bestätigen sowohl Pädagogen als auch Psychologen und empfehlen die Lektüre bereits für Kinder ab drei Jahren.

  • Phantasie anregen. Alte Märchen entführen Kinder in eine zauberhafte Fantasiewelt, tauchen sie in die Geschichten ein, ist dies nicht nur unterhaltsam, sondern regt auch ihre Fantasie an.
  • Gut und Böse. Eltern setzen ihre Kinder im Wald aus, der böse Wolf frisst ein junges Mädchen – Märchen führen Kinder an utopische Situationen heran. Sie können Konflikte durchleben, von denen sie nicht betroffen sind. Kinder können bereits früh zwischen Fiktion und Realität unterscheiden ("Das gibt's in echt ja gar nicht!").
  • Wortschatz erweitern. Märchen sind überlieferte Geschichten, teils ist die Sprache sehr veraltet. Weil es allerdings den Wortschatz der Kleinen aufpoliert, lohnt es sich, die Märchen trotzdem zu lesen. Stellenweise kann es vorkommen, dass sie die Wörter nicht verstehen, aber auch das macht nichts, da Kinder so lernen, aus dem Kontext Schlüsse zu ziehen.
  • Erziehung. Beim Erzählen der Geschichten merkten die Menschen früher schnell, dass sie dabei auch eine pädagogische Botschaft vermitteln können. Diese verstehen Kinder nicht immer bzw. können sie oft nicht von alleine aus der Geschichte herauslesen. Dann hilft es, wenn Eltern die Pointe gemeinsam mit dem Kind aufarbeiten. Frau Holle lehrt zum Beispiel, dass sich Mut und Fleiß lohnen. Vom tapferen Schneiderlein lernen wir, dass jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist.

Für jüngere Kinder eignen sich speziell aufbereitete Märchenbücher, die die Geschichten mit vielen Bildern anschaulich erklären und mit einer abgekürzten Version die noch kurze Aufmerksamkeitsspanne nicht auf die Probe stellen.

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