Liebesleben

So funktioniert der Menstruationszyklus

In der durchschnittlichen Lebensdauer einer Frau setzt die Periode bis zu 500 Mal ein. Wir zeigen Ihnen, wie der Zyklus während der Monatsblutung abläuft.

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Frauen haben unterschiedliche Menstruationszyklen, die sich mit verschiedenen Schmerzen oder Auffälligkeiten äußern können.
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Der normale Zyklus einer Frau dauert 28 Tage, so wird es uns in der Schule oder in verschiedenen Lehrbüchern vermittelt. Hier handelt sich es jedoch um einen Menstruationsmythos, da es sich dabei um einen künstlich herbeigeführten Zyklus durch die Pille handelt.

Es gibt sehr viele Frauen, die wesentlich kürzere oder längere Zyklen haben. Doch warum variiert die Zykluslänge so dermaßen? Und wieso kann es vorkommen, dass kein Monat dem nächsten gleicht? Wir haben uns das etwas genauer angesehen.

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Warum bekommen Frauen die Periode?

Der erste Tag der Regelblutung wird auch als erster Zyklustag gerechnet. Ab diesem Zeitpunkt reifen Eibläschen, auch Follikel genannt, im Eierstock heran. Hier beinhaltet meist ein Follikel in seinem Inneren die Eizelle.

  • Der erhöhte Östrogenspiegel in der Gebärmutter führt dazu, dass die Schleimhaut dicker wird und wächst, damit sich ein befruchtetes Ei dort einnisten kann.
  • Nach etwa zwei Wochen platzt der Follikel und es kommt zum Eisprung. Die Eizelle macht sich auf den Weg zur Gebärmutter. Der Follikel bleibt im Eierstock zurück und wird zum Gelbkörper, welches das Hormon Progesteron ausschüttet.
  • Wird die Eizelle nicht befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück, das Ei stirbt ab und die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen. So kommt es zur Regelblutung.
  • Eine Frau verliert etwa 40 bis 65 Milliliter Blut. Das meiste davon wird in den ersten Tagen ausgeschieden, hier ist der zweite Tag der stärkste.
  • Dieser Prozess löst bei vielen Frauen unangenehme Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Krämpfe, Verstopfung, Durchfall, Ziehen im Unterleib oder Reizbarkeit aus. In schlimmen Fällen spricht man vom prämenstruellen Syndrom.

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Wie ist der Zyklus aufgebaut?

Der weibliche Zyklus kann in zwei Phasen eingeteilt werden:

  • Die erste Phase oder Follikelphase dauert vom ersten Blutungstag bis zum Eisprung. Für die Dauer und Schwankung des Menstruationszyklus ist die sogenannte "Eireifungsphase" verantwortlich. Hier ist die Zeit bis zum Eisprung gemeint. Diese kann von einer bis zu mehreren Wochen dauern.
  • Die zweite Phase findet vom Eisprung bis zum Tag vor der nächsten Blutung statt. Die Dauer ist hier ziemlich konstant und beträgt meist zehn bis 16 Tage.
  • Die gängigste Zyklusdauer beträgt bei Frauen 23 bis 35 Tage. Ein kleiner Prozentsatz von menstruierenden Frauen hat auch einen Zyklus von 45 Tagen.
  • Die Zykluslänge kann von Monat zu Monat schwanken und das bis zu mehreren Tagen. Doch auch die Dauer der Periodenblutung kann bei den meisten Frauen von drei bis sieben Tage variieren.

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(newannyart / iStock)

 

Wann ist eine Schwangerschaft möglich?

Für gewöhnlich findet der Eisprung um den 14. Zyklustag statt, doch auch hier kann es zu Abweichungen kommen.

  • Während der Ovulation macht sich die Eizelle von Eileiter auf den Weg in die Gebärmutter. In dieser Zeitspanne kann sie befruchtet werden.
  • Die fruchtbaren Tage im Zyklus entsprechen etwa sechs Tagen pro Monat. Am fruchtbarsten ist eine Frau zwei Tage vor dem Eisprung oder am Tag des Eisprungs.
  • Hat man zu diesem Zeitpunkt Sex oder befinden sich Spermien im Körper, kann bis zu 24 Stunden eine Befruchtung stattfinden, bevor die Eizelle schließlich abstirbt. Prinzipiell können männliche Samen drei bis fünf Tage im Körper einer Frau überleben.
  • Hat eine Befruchtung stattgefunden, dann nistet sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein. Der Gelbkörper im Eierstock bleibt weiterhin aktiv und verhindert, dass die Schleimhaut abgestoßen wird und es dadurch zur Regelblutung kommt. Deswegen bleibt Sie bei den meisten Schwangerschaften aus.

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Gründe für einen unregelmäßigen Zyklus

Ein amerikanisches Forscherteam des National Institute of Environmental Health Sciences untersuchte, welche Faktoren ausschlaggebend für einen irregulären, kürzeren oder längeren Periodenzyklus sind.

Hier konnte unter anderem festgestellt werden, dass diese Ursachen dafür verantwortlich sind:

Ist der Zyklus zwischen 23 und 35 Tagen lang und wird nicht mehr als 80 Milliliter Blut ausgeschieden, dann besteht kein Grund zur Sorge. Ist Ihre Periode jedoch ungewöhnlich leicht oder stark beziehungsweise länger oder kürzer als sonst, dann sollte Sie einen Termin beim Gynäkologen vereinbaren.

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