Liebesleben

Panik-Button auf Tinder: Wenn das Date zur Gefahr wird & wie Sie sich schützen

Bei Dates mit fremden Matches kann so einiges schief gehen. Deshalb führt Tinder jetzt eine Panik-Taste ein.

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Frau fühlt sich belästigt
martin-dm / iStock

Tinder macht es Singles leicht neue Menschen kennenzulernen. Doch mit neuen Möglichkeiten gehen auch potenzielle Gefahren einher. Deshalb möchte die Dating-Plattform künftig vorsorgen, wenn sich ein Date in eine unangenehme Richtung entwickelt. Der Panik-Button soll für mehr Sicherheit sorgen und die User vor gefährlichen Situationen schützen.

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Panik-Button als Sicherheitsnetz

"Man sollte ein Dating-Geschäft leiten, als wäre man eine Mutter", sagt Mandy Ginsberg, Geschäftsführerin des Mutterkonzerns Match Group gegenüber dem Wall Street Journal. "Ich denke viel über Sicherheit nach, vor allem auf unseren Plattformen, und darüber, was wir tun können, um schlechtes Verhalten einzudämmen. Es gibt viele Dinge, die wir den Nutzern raten. Aber wenn wir darüber hinaus Werkzeuge zur Verfügung stellen können, sollten wir auch das tun."

Gemeinsam mit dem App-Anbieter "Noonlight" soll Tinder in Zukunft schnelle Ersthilfe anbieten. Zunächst müssen die User der App den Zugriff auf den eigenen Standort erlauben. Im Notfall können Sie anschließend den Panik-Knopf betätigen, was in weiterer Folge zu einer Übermittlung der Ortsdaten an Ersthelfer führt.

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Was tun, wenn das Tinder-Date gefährlich wird?

Ginsberg betont, dass der Sicherheits-Button keinesfalls einen Notruf ersetzt. Dennoch bietet er die Möglichkeit heimlich nach Hilfe zu rufen. Und so funktioniert der Panik-Button:

  • Zunächst müssen Sie die Noonlight-Funktion in der App aktivieren. Dabei werden die eigenen Standortdaten bzw. der Treffpunkt mit dem Match eingetragen.
  • So können Sie auch schon vor dem Date Sicherheitsmaßnahmen treffen. Auch der Hinweis "durch Noonlight geschützt" scheint im Profil auf. Mögliche Kriminelle sind so schon im Voraus abgeschreckt.
  • Kommt es nun tatsächlich zu einer brenzlichen Situation, können Sie die Panik-Taste drücken.
  • Daraufhin fordert Sie die App dazu auf einen Code einzutippen. Geben Sie diesen ein, wird der Vorgang gestoppt. Bleibt die Antwort aus, folgt ein weiterer Kontrollanruf.
  • Folgt auch darauf keine Reaktion wird die Polizei informiert, um möglichst rasch an Ort und Stelle zu sein.

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Weitere Sicherheits-Tools in Aussicht

Tinder möchte so ein Zeichen gegen sexuelle Übergriffe, Betrüger und gefälschte Profile setzen. Im Laufe des Jahres soll außerdem eine Sicherheits-Verifizierung des Profils entwickelt werden, die durch das Abgleichen verschiedener User-Fotos ermöglicht werden soll. Ende Jänner wird die Panik-Taste erstmals in den USA getestet, wann die Sicherheitsmaßnahme nach Europa kommt, ist bislang unbekannt.

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