Familie

Papa macht's anders als Mama, aber nicht schlechter

Eine Liebeserklärung an engagierte Väter und warum sie mehr an sich glauben sollten.

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Papa macht es anders, aber nicht schlechter
AzmanL / iStock

Der Body ist falsch zugeknöpft und die Strumpfhose bleibt einfach liegen, weil das Anziehen zu kompliziert ist. Innerhalb von einer Viertelstunde sieht es im Wohnzimmer aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Kinder fliegen so hoch in die Luft, dass einem ganz bang wird. Ganz klar: Der Vater ist am Werk und hütet die Kinder. Warum es gut ist, dass der Papa es anders macht und Mütter öfters mal drüber hinwegsehen sollten, lesen Sie hier.

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5 Väter-Eigenschaften, die das Kind stärken

Es hilft, wenn sich Eltern in grundsätzlichen Belangen einig sind und in Sachen Kindererziehung an einem Strang ziehen. Was das Kind aber daraus lernen kann – wenn Papa so manches einfach anders macht und was es bringt, wenn Mama ihn einfach mal machen lässt –, sehen Sie in der Tabelle.

Was Papa kann Wovor Mama sich fürchtet Was es dem Kind bringt
Papa ist fokussiert, spielt einfach nur. Mama ist Multitasking, hält während des Kochens und Spielens auch noch Ordnung. Die wahnsinnige Unordnung, die nach einer väterlichen Spiele-Session herrscht. Junior erhält die volle Aufmerksamkeit, kann sich voll auf das Spiel mit Papa einlassen. Tut auch mal gut.
Väter toben, raufen, juxen und balgen mit dem Sprössling. Blessuren aller Art: Platzwunden, blaue Flecken, gebrochene Gliedmaßen, Quetschungen, Abschürfungen und Tränen ohne Ende. Raufen Kinder mit ihren Vätern, werden sie überschüssige Energie los und es stärkt überdies ihr Selbstbewusstsein. Zurückhaltende Kinder kommen mehr aus sich raus, das Toben schafft Selbstvertrauen.
Väter sind furchtloser. Risikobereite Kinder, die sich überschätzen und dadurch lebensgefährlichen Situationen aussetzen. Kinder lernen, an sich zu glauben und muten sich mehr zu. Überschreiten sie Grenzen, wächst ihr Selbstwertgefühl.
Ein engagierter Papa opfert sich nicht auf, wenn ihm mal alles zu viel wird, sondern macht Sport oder geht zum Männerabend. Hausarbeit und Kindererziehung bleiben an ihr hängen. Das Kind lernt, dass es wichtig ist, auch auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören. Da kann sich auch Mama eine Scheibe abschneiden, den Papa machen lassen, sporteln oder Freundinnen treffen. Denn: Glückliche Eltern haben glückliche Kinder.
Väter gehen anders mit ihren Kindern um. Dass nichts beim Alten bleibt, Anarchie herrscht und Kinder die Regeln über Bord werfen. Kinder merken schnell, was bei wem geht. Sie lernen alternative Problemlösungen kennen, sich auf andere Mitmenschen und Situationen einzulassen und einen flexiblen Umgang mit allem, was im Leben auf sie zukommt.

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Väter sind gleichwertige Erziehungsberechtigte

"Mamaaaa!" schreit das Kind, wenn es hungrig, durstig, traurig ist, einfach mal kuscheln oder ein Buch lesen möchte, aus Langeweile, Freude – einfach immer. Kein Wunder, dass Väter sich oft nur als zweitklassiger Mama-Ersatz vorkommen. Dabei sollten sie viel selbstbewusster sein und ihre Stärken hervorkehren. Dann ist der Papa nämlich nicht mehr nur Mama-Ersatz, sondern eine eigenständige Bezugsperson, dessen Vorzüge auch die Kinder bald erkennen und lieben werden. Kümmern sich die Väter, profitiert die gesamte Familie davon, britische Forscher fanden sogar heraus, dass Kinder engagierter Väter schlauer sind. Und vielleicht klappt es ja dann auch mal mit dem Aufräumen…

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