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Darauf sollten Sie beim Kauf der Schultasche unbedingt achten

Auf die richtige Passform kommt es an.

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Was beim Kauf einer neuen Schultasche zu beachten ist
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Taferlklassler haben eine aufregende Zeit vor sich und die Vorfreude auf die neue Schultasche ist groß. Es gibt sie mit allen möglichen Motiven und in noch mehr Farben, wichtiger als die Optik ist allerdings die ergonomisch richtige Passform. Die Knochen der Wirbelsäule sind besonders im jungen Alter noch weich und verformbar. Falsche Belastungen und somit eine nicht passende Schultasche können neben mangelnder Bewegung ein Grund für Rückenschmerzen sein. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Kauf der neuen Schultasche unbedingt achten sollten.

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Worauf Sie beim Kauf der Schultasche achten sollten

Nehmen Sie das Kind unbedingt zur Anprobe mit, denn nicht jedes Modell eignet sich für jeden Körper. Hier sind ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie die passende Schultasche für Ihr Kind finden:

  • Verarbeitung: Die Schultasche ist ein wichtiger Begleiter, im Idealfall jahrelang. Achten Sie daher beim Kauf darauf, ob die Ränder gut vernäht bzw. verschweißt sind. Kanten und Ecken sollten nicht scharf sein, da sonst Verletzungsgefahr besteht. Die Schultasche sollte außerdem mit dem GS-Zeichen versehen sein.
  • Stabilität: Befüllen Sie die Schultasche im Geschäft; der Ranzen muss auch mit Inhalt stabil bleiben. Das Leergewicht der Tasche sollte maximal 1,2 kg betragen.
  • Passform: Die Tasche sollte gut am Rücken anliegen, nicht zu tief sitzen und das Kind sollte beim Gehen nicht taumeln oder sich beim Tragen verbiegen. Die Form sollte körpergerecht sein und nur so breit wie der Rücken des Kindes.
  • Gurte: Zwei Gurte (Schulter- und Hüftgurt) sind empfehlenswert, um den Rücken zu unterstützen. Die AUVA empfiehlt, dass die Tragegurte zumindest 4 cm breit, gut gepolstert und leicht zu verstellen sein sollten.
  • Sicherheit: Die Schultasche sollte gut sichtbar sein. 10% der Fläche der Schultasche sollten aus Reflektoren bestehen. Auch ist fluoreszierendes Material, das auch bei schlechten Lichtverhältnissen Licht abgibt, etwa während der Dämmerung, empfehlenswert.

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Was es beim Befüllen zu beachten gilt

Stifte, Bücher, Jausenbox und Wasserflasche – es muss ganz schön viel reinpassen in so eine Schultasche. Das Gewicht der befüllten Tasche sollte maximal 10-12% des Körpergewichts des Kindes ausmachen.

  • Verteilen Sie schwere Dinge wie Bücher in Rückennähe und leichte Dinge weiter vorne.
  • Das Gewicht sollte auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt werden.
  • Befüllt das Schulkind die Wasserflasche erst in der Schule, spart es am Schulweg Gewicht ein.
  • Utensilien, die zuhause nicht gebraucht werden, sollten Kinder am besten in der Schule lassen.
  • Schultasche immer korrekt tragen (nicht einseitig umhängen) und Gurte immer schließen.

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Davon sollten Eltern besser die Finger lassen

Muss es unbedingt eine Schultasche sein? Ja. Spätestens im Teenager-Alter gilt die Tasche als uncool, aber bis dahin sind Rucksäcke, Trolleys oder Umhängetaschen keine gute Alternative.

  • Rucksäcke haben zwar ein geringes Eigengewicht, doch fehlt ihnen die Stabilität.
  • Bei Trolleys lastet das Gewicht zwar nicht auf den Schultern, dafür wird die Wirbelsäule beim Ziehen gedreht, wodurch es langfristig zu Haltungsschäden kommt. Bei Hindernissen muss das Kind den schweren Trolley heben. Auf dem Markt gibt es außerdem Trolleys, die auch als Rucksack getragen werden können, allerdings weisen diese ein hohes Eigengewicht auf.
  • Umhängetaschen belasten den Bewegungsapparat einseitig. Auch hier sind Haltungsschäden vorprogrammiert.

Eine hochwertige Schultasche mit optimaler Passform ist demnach stets die beste Wahl, wenn es um die Rückengesundheit Ihres Kindes geht.

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Gesunder Rücken von Anfang an

Schultasche hin oder her, Bewegung ist immer noch die beste Voraussetzung für einen gesunden Rücken. Ist das Kind körperlich aktiv, stärkt dies die Muskulatur und das ist das beste Mittel, um einer Haltungsschwäche entgegen zu wirken. Achten Sie darauf, dass sich das Kind täglich austoben kann und planen Sie am Wochenende aktive Freizeitaktivitäten ein. Davon profitieren nicht nur die Muskeln, das Kind kann auch den Kopf freibekommen, Energien loswerden und die Bindung innerhalb der Familie wird gestärkt.

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