Familie

Risiko für Übergewicht lässt sich bereits im Babyalter erkennen

Forscher entdeckten, dass schon im Babyalter analysiert werden kann, ob das Kind im zehnten Lebensjahr übergewichtig sein wird oder nicht.

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Niederländische Forscher entdeckten, dass schon im Babyalter vorhergesagt werden kann, ob das Kind im zehnten Lebensjahr übergewichtig sein wird.
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In Österreich sind circa 30 Prozent der Buben der dritten Schulstufe übergewichtig oder adipös. Bei Mädchen sind 21 Prozent im Westen und Süden sowie bis zu 29 Prozent im Osten betroffen. Dies ging aus dem Ernährungsbericht 2017 hervor, der eine Statuserhebung mit 2.510 Drittklässlern erfasste.

Laut niederländischen Forschern könnte ein erhöhtes Risiko für Übergewicht schon im Babyalter entdeckt werden. Demnach wären die Wissenschafter in der Lage vorauszusagen, ob das Kind in zehn Jahren übergewichtig sein wird. Die Untersuchungsergebnisse wurden auf dem europäischen Kongress für Adipositas in Glasgow (Schottland) diskutiert.

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12 Faktoren für Übergewicht

Wie der Guardian berichtet, wurden Daten aus Fettleibigkeitsstudien über niederländische Kinder und ihre Entwicklung analysiert. Die Forscher untersuchten fast 8.000 Kinder und entdeckten dabei 12 wichtige Faktoren, die auf ein erhöhtes Übergewichtrisiko hindeuten könnten. Mit Hilfe der Indikatoren kann errechnet werden, ob das Kind im Alter von zehn bis zwölf übergewichtig oder sogar adipös sein wird.

Die 12 Faktoren lauten: 

Der Vater hat einen hohenBody-Mass-Index (BMI) Die Mutter ist Diabetikerin
Das Kind ist weniger als 50 Tage/Jahr im Kindergarten Die Mutter hatte vor der Schwangerschaft einen hohen BMI
Es wird im Haus geraucht Die Kindesmutter hat während der Schwangerschaft geraucht
Die Mutter ist ungebildet Das Baby wiegt bei der Geburt weniger als drei Kilogramm
Das Kind ist nicht von westlicher Ethnizität Die Mutter ist jünger als 20 oder älter als 35
Das Verhältnis zwischen Gewicht und Wachstum liegt nicht im Normalbereich Das Baby ist weiblich

Die Indikatoren sollen laut den Forschern dabei helfen ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit vorherzusagen. Besonders das Gewicht und die Körperlänge des Babys sind dafür in den ersten sechs Lebensmonaten ebenfalls entscheidend. Die Analyse der aufgezählten Faktoren ermöglicht den Forschern frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzugreifen und eine gezielte Gewichtskontrolle einzuleiten.

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Schwerwiegende Folgen

Übergewicht oder Adipositas im Kindesalter wird zu einem weltweiten Problem, welches schwerwiegende Folgen mit sich ziehen kann. Die Betroffen leiden demnach unter physischen und psychischen Beschwerden, die sie meist bis ins Erwachsenenalter begleiten.

Vor allem eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung, tragen zu einem gesunden Lebensstil bei. Eltern, die ihre Kinder zum Spielen im Freien und Sport motivieren, können so das Normalgewicht ihres Sprösslings fördern.

Dasselbe gilt natürlich auch für Erwachsene:

können mögliches Übergewicht oder schwere Fettleibigkeit verhindern.

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