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Studie: Ist man unattraktiver, wenn man "schwer zu haben" ist?

"Mach dich ein bisschen rar und zeig nicht sofort Interesse", wird häufig als Dating-Tipp geraten. Eine neue Studie zeigt nun, dass das nicht immer das verhoffte Liebesglück bescheren kann.

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Ist es unattraktiv unnahbar zu sein?
YakobchukOlena / iStock

Sie haben jemanden kennengelernt, der Ihnen unglaublich gut gefällt. Vielleicht treffen Sie sich öfter, verbringen schöne Stunden zusammen, doch irgendwie lässt Sie Ihr Schwarm nicht richtig an sich ran? Der Angebetete schreibt nicht sofort zurück, erzählt nur einen Bruchteil seines Privatlebens und bleibt somit ein kleines Mysterium. Eine neue Dating-Studie stellte nun fest, dass es alles andere als attraktiv sein kann, unnahbar zu wirken.

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Online-Chat als Experiment

Für die Untersuchung schrieben 101 Heterosexuelle über Stunden in einem Online-Chat mit anderen Probanden, die in einem Nebenzimmer saßen. Die Teilnehmer ließen sich zu Beginn fotografieren, um das Bild ihrem Chatpartner zu schicken. Der eigentliche Empfänger des Bildes war jedoch kein anderer Teilnehmer, sondern einer der Forscher.

  • Am Ende des Experiments sagten die Wissenschafter den Probanden, dass sie eine letzte Nachricht an ihren Partner senden können. Daraufhin erzählten sie einem Teil der Teilnehmer, dass ihr Partner ihnen noch eine Antwort geschickt habe. Den restlichen Testpersonen wurde mitgeteilt, dass sie von ihrem Chatpartner keine neuen Nachrichten mehr bekommen haben.
  • Anschließend baten sie die Probanden die sexuelle Attraktivität und ihr Interesse an ihrem Chatpartner auf einer Skala von eins bis fünf zu bewerten.
  • Die Ergebnisse zeigten, dass jene, die noch eine Nachricht ihres Partners erwarteten, diesen im Durchschnitt mit 3,15 Punkten bewerteten. Personen, die keine neue Nachricht erhalten hatten, vergaben nur 2,73 Punkte.

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Körpereigener Schutzmechanismus

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht immer die beste Strategie ist, unnahbar zu sein. "Menschen können sich vor der Möglichkeit einer schmerzhaften Abfuhr schützen, indem sie sich von 'unnahbaren' Partnern distanzieren", sagt Harry Reis, der als Co-Autor an der Studie beteiligt war.

Frühere Studien haben gezeigt, dass eine gewisse Unsicherheit zu den Gefühlen des anderen romantisch sein kann und das sexuelle Verlangen erhöht. Reis ist jedoch der Meinung, dass seine Studie das Gegenteil zeigt: "Menschen haben ein höheres sexuelles Verlangen, wenn sie sich über das Interesse und die Akzeptanz eines Partners sicher sind."

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