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So vermeiden Kinder Verletzungen beim Trampolinspringen

Jedes Jahr kommt es zu schweren Verletzungen beim Trampolinspringen.

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Verletzungsgefahr für Kinder am Trampolin
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Trampolinspringen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung unter Kindern, entsprechend ist das Trampolin in nahezu jedem Garten zu finden. Nur mit einem Sicherheitsnetz ist aber noch nicht genügend für die Sicherheit der Kinder getan. Was Sie noch tun können, um Verletzungen vorzubeugen, lesen Sie hier.

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Die Gefahr am Trampolin

Keine Frage, das Hüpfen auf dem Trampolin ist gesund, immerhin dient es kleinen Energiebündeln zum Auspowern, fördert den Knochenstoffwechsel, stärkt die Muskulatur und schult die Koordination. Auf der anderen Seite birgt das Springen auch viele Gefahren, besonders dann, wenn sich Kinder nicht an die Regeln halten und Erwachsene sich den Gefahren nicht bewusst sind.

  • Seit 2005 steigt der Hype um das Trampolin stetig an – und damit häufen sich auch die Verletzungen. Verletzungen passieren aber nicht nur im eigenen Garten, sondern auch in Indoorparks.
  • Waren es am LKH Graz damals noch 76 Verletzungen pro Jahr, sind es mittlerweile etwa 400 Kinder.
  • Österreichweit handelt es sich jährlich sogar um 8.500 bis 10.000 verletzte Kinder, meldet Holger Till, Präsident des Vereins "Große schützen Kleine" und Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie am LKH Graz.
  • Besonderes häufig betroffen sind Arme und Hände (60%), Füße und Beine (28%), aber auch Verletzungen des Rumpfes (17%) und des Kopfes (16%).
  • Bei den meisten Verletzungen handelt es sich um Prellungen, Knochenbrüche, Bänderrisse oder Bänderausrisse und Gehirnerschütterungen.
  • Zusammenstöße, missglückte Saltos oder Landungen auf einem Arm oder Bein zählen zu den häufigsten Gefahren.

Sollten Eltern ihren Kindern das Springen verbieten? Keineswegs, doch sollten sie lernen, wie man sicher landet und ein paar Spielregeln befolgen. Trampolinvereine etwa, bieten mittlerweile Kurse für Eltern und Kinder an, die das sichere Verhalten vermitteln.

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Tipps für mehr Sicherheit am Trampolin

Befolgen Eltern und Kinder diese Maßnahmen, können sie Unfälle vermeiden und dem Spaß steht nichts im Weg:

  • Es darf immer nur eine Person springen.
  • In der Mitte springen.
  • Das Sicherheitsnetz muss geschlossen, eine Federpolsterung vorhanden sein.
  • Kinder unter drei Jahren dürfen nicht springen.
  • Trampolin muss auf einer ebenen Fläche stehen.
  • Rund um das Trampolin dürfen keine gefährlichen Gegenstände liegen.
  • Kinder nur unter Aufsicht springen lassen, damit Eltern im Falle eines Unfalls sofort zur Stelle sind und Erste Hilfe leisten können.
  • Nur barfuß springen.
  • Beim Kauf auf Qualität achten, das Trampolin regelmäßig auf Schäden prüfen.
  • Kinder sollten regelmäßig Pausen einlegen – lässt die Körperspannung nach, steigt die Verletzungsgefahr.
  • Essen und Getränke sind am Trampolin nicht erlaubt, sonst drohen Verschlucken oder einen Zungenbiss.
  • Keine Ballspiele, keine Saltos auf dem Trampolin.

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