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Transgender: Das steckt hinter dem Begriff!

Hast du dich schon immer gefragt, was Transgender bedeutet? Dann bist du hier genau richtig, denn wir klären dich auf!

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Transgender
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Wer den Begriff Transgender hört, hat meist einige Fragezeichen im Kopf. Zwar haben viele Personen eine vage Vorstellung davon, was es bedeuten könnte, doch richtig darüber reden traut sich dann doch niemand. Wir erklären dir die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Geschlechteridentität.

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Trans-Definitionen im Überblick

Wenn man über das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung seiner Mitmenschen redet, dann sollte man an erster Stelle einen respektvollen Umgangston beibehalten. Damit dies in jedem Gespräch funktioniert, findest du hier die wichtigsten Trans-Begriffe im Überblick:

  • Transgender: Unter diesem Begriff versteht man Personen, die sich nicht oder nicht nur mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können. Mittlerweile werden darin auch Menschen eingeschlossen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen.
  • Transidentität: Bei dieser Bezeichnung geht es um die Identifikation mit dem anderen Geschlecht und nicht wie viele annehmen, um die Sexualität.
  • Transvestit: 1910 führte der Sexualforscher Magnus Hirschfeld den Begriff Transvestismus ein. Damit wurden Personen beschrieben, die sich wie das andere Geschlecht kleiden, beispielsweise Männer wie Frauen. Heute ist es eher unter "Cross-dressing"bekannt, da unter Transvestismus eine sexuell motivierte Aktion verstanden wird.
  • Transfrau/-mann: Eine Person, die sich als Frau oder Mann identifiziert, obwohl bei der Geburt das andere Geschlecht zugeordnet wurde.
  • Transphobie: Damit ist die Abneigung gegen Trans-Personen gemeint. Die Phobie äußert sich oft mit Diskriminierung oder Gewalt.

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8 Dinge, die du über Transgender wissen solltest

  • Steigende Anzahl: Vergangenes Jahr suchten alleine in Wien über 400 Trans-Personen die Beratungsstelle Courage auf, die sich mit gleichgeschlechtlichen und Transgender-Lebensweisen auseinandersetzt. Trotz dieses Angebots und vermehrter Aufklärung werden in der Transgender-Community zahlreiche Hassverbrechen begangen. 2016 wurden in den USA 20 Trans-Personen aufgrund ihrer Orientierung Opfer solcher Vergehen.
  • Toiletten-Debatte: Seit Jahrzehnten kämpfen Aktivisten dafür, dass in Bildungseinrichtungen und öffentlichen Gebäuden zusätzlich geschlechterneutrale Toiletten zur Verfügung gestellt werden. Das würde Trans-Menschen die Entscheidung abnehmen, auf die "richtige" Toilette zu gehen. Außerdem könnten dadurch Anfeindungen vermieden werden.
  • Offenherziges Österreich: Im Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich eine sehr tolerante und akzeptierende Einstellung gegenüber der Transgender-Community. So ist es für Trans-Personen möglich, Vorname und Geschlecht rechtlich abändern zu lassen. Dies ist auch in Deutschland und Italien so geregelt.
  • Fehldiagnosen bei Kindern: Besonders bei Kindern kommt es oft vor, dass sie sich nicht einem bestimmten Geschlecht zuordnen möchten. Dies ändert sich aber häufig noch vor der Pubertät. Äußert das Kind jedoch den Wunsch, mit einem anderen Geschlecht angesprochen zu werden, dann sollte eine Beratungsstelle aufgesucht werden.

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Geschlechtsanpassung und Identität

  • Von Frau zu Mann: Du bist eine Frau und siehst dich selbst eher als Mann, dann wird deinem Körper im Rahmen der Hormon-Therapie das männliche Hormon Testosteron verabreicht. Hier haben die Betroffenen besonders mit einer gesteigerten Libido zu rechnen. Einen funktionsfähigen Penis an den Körper der Trans-Person anzubringen, ist ein sehr komplizierter Eingriff und noch nicht perfektioniert. So gestaltet sich die Operation als sehr aufwendig.
  • Von Mann zu Frau: Du bist ein Mann, der gerne eine Frau sein möchte, dann werden deinem Körper Testosteron-Blocker und das weibliche Hormon Östrogen verabreicht. Die Geschlechtsanpassung ist einfacher, die Entfernung des Penisses und Umgestaltung zur Vagina ein erfolgsversprechender Eingriff. In Österreich werden die Hormontherapie und die geschlechtsangleichende Operation von der Krankenkasse bezahlt.
  • Nicht alle lassen sich operieren: Zwar haben Trans-Personen die Möglichkeit sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, doch nicht alle Betroffenen wollen dies auch. Diejenigen akzeptieren zwar ihre biologischen Geschlechtsteile, nehmen sich jedoch als das andere Geschlecht wahr.
  • Wunschgeschlecht erreichen: Hat die Trans-Person die Umwandlung zum anderen Geschlecht erreicht, dann sollte man sie mit diesem auch ansprechen und nicht mehr als Transgender bezeichnen. Natürlich gibt es aber auch Fälle, in denen die Betroffenen keinem eindeutigen Geschlecht zugeordnet werden möchten.

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