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Weihnachten ohne Gott: Tipps für nicht religiöse Familien

Nur weil Sie nicht an Gott glauben, müssen Sie Weihnachten als Fest nicht auslassen. Schaffen Sie neue, nicht-religiöse Traditionen für Ihre Familie.

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Weihnachten
Chris Benson / Unsplash

Weihnachten bedeutet für die meisten Menschen vor allem eines: sie feiern die Geburt Jesu, gehen in die Kirche und singen christliche Weihnachtslieder. Eine Vielzahl an  Menschen macht sich heute aber nicht mehr recht viel aus Religion. Wie kann man also Weihnachten feiern und die Religiosität dabei ausblenden?

  • Fact: Da nicht genau bekannt ist, wann Jesus wirklich geboren wurde, hat man seine Geburt in die Zeit des römisch-antiken Festes der Saturnalien verlegt. Denn da wurde damals ohnehin schon gefeiert.
  • Während der römischen Saturnalien, vom 17.-30. Dezember, waren alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen, man traf sich zu Festessen und tauschte Geschenke aus.
  • Sklaven waren in dieser Zeit gleichgestellt und es wurde viel getrunken.
  • Das Fest am Ende des Jahres gab es also schon lange bevor die katholische Kirche begann, Jesu Geburt in dieser Zeit zu feiern.

Auch wenn es im katholischen Österreich oft nicht so erscheint: das Zusammenkommen und Feiern am Ende des Jahres muss also nicht mit der christlichen Tradition zusammenhängen.

Weihnachtszeit als Ruhepause nutzen

Nutzen Sie die Weihnachtsfeiertage, um einmal bewusst abzuschalten und aus Ihrem Alltags-Trott herauszukommen. Während der Feiertage bleibt alles liegen und die meisten Personen müssen nicht arbeiten. Genießen Sie die guten Gerüche, die schönen Dekorationen und die Weihnachtsmärkte. Sehen Sie die Feiertage als Möglichkeit, das Jahr für sich abzuschließen und zur Ruhe zu kommen.

Familienzeit am Ende des Jahres

Nächstenliebe muss nicht religiös motiviert sein: Weihnachten ist die Zeit, um sich auf die wichtigsten Menschen in Ihrem Leben zu konzentrieren: Ihre Familie. Es ist Zeit, zusammen zu kommen, miteinander zu essen und sich gegenseitig Liebe zu zeigen. Ob dies nun in Form von Geschenken passieren soll, können Sie selbst entscheiden.

Finden Sie neue, nicht-religiöse Rituale für sich und Ihre Familie

Das könnte sein:

  • Gemeinsames Kochen und Backen: Lassen Sie ihre Kinder Lebkuchenhäuser bauen, um die Winterzeit zu zelebrieren, bespicken Sie Orangen mit Nelken und lassen Sie sie trocknen, suchen Sie gemeinsam einen Weihnachtsbaum aus.
  • Der Weihnachtsbaum: Schon in der Antike wurden grüne Zweige ins Haus geholt, um den Frühling zu erwarten.
  • Dekorieren Sie den Baum in bunten Farben und mit Ornamenten, die Ihnen gefallen. Basteln Sie mit Ihren Kindern eigenen Schmuck, der Ihrer Familie etwas bedeutet!
  • Bemühen Sie sich, die gesamte Familie zusammen zu bringen, erschaffen Sie neue gemeinsame Erinnerungen und denken Sie gemeinsam an das vergangene Jahr zurück.
  • Erlebnisse: Statt vor dem Weihnachtsessen in die Kirche zu gehen, gehen Sie gemeinsam ins Kino oder ein Museum oder besuchen Sie Tiere in einem Naturpark.
  • Spielen Sie Gesellschaftsspiele oder veranstalten Sie Verlosungen.
  • Wertschätzung: Schreiben Sie sich gegenseitig Briefe der Dankbarkeit und lesen Sie sie vor dem Weihnachtsessen vor.
  • Partytime: Zünden Sie gemeinsam Spritzkerzen an.
  • Großzügigkeit: Laden Sie alleinstehende Nachbarn zum Essen ein.
  • Singen Sie nicht-religiöse Weihnachtslieder, die von Liebe und Familie handeln. Spielen Sie Lieder auf Instrumenten, die Sie beherrschen.
  • Gemeinnützige Arbeit unterstützen: Denken Sie an Weihnachten auch an andere. Helfen Sie Obdachlosen oder spenden Sie an nicht-religiöse Organisation. Begehen Sie Weihnachten als Zeit, um Menschlichkeit und Nächstenliebe zu zelebrieren.

Nur weil Sie nicht an Gott glauben, heißt das nicht, dass Sie sich zu Weihnachten in den Grinch verwandeln müssen. Feiern Sie Weihnachten als Zeit der Familie am Ende des Jahres, wo man zusammen kommt, isst, den Winter zelebriert und sich am Leben erfreut. Ganz ohne Kirche!

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