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Windeldermatitis: Was tun gegen Babys' wunden Po?

Das feucht-warme Klima in der Windel kann einen wunden Po verursachen. Lesen Sie hier 7 Tipps, was Sie dagegen tun können.

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Mit diesen Tipps heißts bye, bye wunder Baby-Po!
Capuski / iStock

Die Haut am Babypo ist zart und weich. Steckt sie größtenteils in der Windel, kann sie schon mal rot und wund werden. Denn Stuhl und Urin reizen die Haut; Feuchtigkeit bietet zudem einen guten Nährboden für Bakterien und Pilze. Manchmal reagiert das Baby auch beim Zahnen mit einem wunden Po. Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

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7 Tipps gegen den wunden Babypo

Es gibt kaum ein Baby, das nicht einmal von einer Windeldermatitis betroffen ist. Das feucht-warme Klima in der Windel begünstigt die Infektionen und Entzündungen. Doch es gibt ein paar Tricks, wie der Po wieder zartrosa wird – oder bleibt:

  • Sanfte Reinigung: Verzichten Sie weitgehend auf Feuchttücher und greifen Sie auf diese, wenn möglich, nur unterwegs zurück. Die chemischen Inhaltsstoffe reizen die ohnehin beanspruchte Haut. Benutzen Sie zuhause Waschlappen oder weiche Tücher und tunken Sie diese in lauwarmes Wasser. Tupfen Sie damit Babys' Popo vorsichtig ab.
  • Auf Pflegeprodukte verzichten: Benutzen Sie kein Babypuder, Öl oder andere Pflegeprodukte. Diese reizen die Haut nur statt sie zu pflegen. Die Haut soll atmen können. Verwenden Sie Öl zum Beispiel nur für eine wohltuende Babymassage.
  • Viel Luft: Achten Sie darauf, dass die Haut trocken ist (auch in den Hautfalten), bevor Sie dem Baby die neue Windel anziehen. Lassen Sie das Baby regelmäßig über den Tag verteilt einige Minuten ohne Windel strampeln oder krabbeln.
  • Heilende Unterstützung: Ist der Po gerötet und wund, hilft eine zinkhaltige Creme gegen das Wundsein. Beim Abheilen kann eine milde Wundheilsalbe Linderung verschaffen. Bewährt hat sich auch, die beiden Salben zu vermischen und den Po damit einzuschmieren. Verwenden Sie die Zinksalbe allerdings nur solange eine Entzündung besteht, da die Schwermetalle über die Haut in den Körper gelangen und gespeichert werden.

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  • Häufiger Windelwechseln: Auch wenn es Geld und Zeit kostet, sollten die Windeln häufiger gewechselt werden. Eventuell reagiert Ihr Baby auch besser auf eine andere Windelmarke.
  • Eichenrinde: Eine Tinktur aus dem Sud der Eichenrinde ist ein beliebtes Hausmittel, um dem wunden Po zu Leibe zu rücken. Tee kochen, auskühlen lassen und die Tinktur mit einem weichen Tuch auf den Po tupfen. Gut trocknen lassen! Wer möchte, kann den Tee auch als Badezusatz für das Baby verwenden.
  • Ernährung beim Stillen: Vermuten Sie, dass eine falsche Ernährung für den wunden Po verantwortlich ist, verzichten Sie ein paar Tage auf Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze oder säurehaltiges Gemüse wie Zwiebeln oder Tomaten.

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Babypo föhnen – eine gute Idee?

Manche Eltern wollen auf Nummer sicher gehen und föhnen den Babypo trocken. Das hat den Vorteil, dass wirklich keine Hautfalte feucht bleibt. Zudem genießen die meisten Babys den warmen Luftstrom sehr.

Doch das Föhnen birgt auch Gefahren:

  • Es entzieht der Haut zu viel Feuchtigkeit.
  • Ist der Luftstrom zu heiß, können Sie Verbrennungen verursachen.
  • Der Luftstrom verteilt Bakterien und Staubpartikel, die einen wunden Po zusätzlich reizen können.
  • Wenn das Baby pinkelt, und der Urinstrahl mit dem Föhn in Berührung kommt, könnte dies einen Stromschlag verursachen, der tödlich sein kann.

Aus diesen Gründen ist das Föhnen nicht empfehlenswert. Lassen Sie das Baby stattdessen unter einer Wärmelampe strampeln.

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Wann muss ich zum Arzt?

Sollte nach ein paar Tagen keine Besserung auftreten, ist der Po knallrot und treten Bläschen oder Schwellungen auf, sollten Sie mit dem Baby unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen.

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