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Mode verleihen & teilen: Kleidungs-Sharing ist im Trend

Ausleihen statt besitzen: Das Sharing-Economy Konzept gewinnt immer mehr Anhänger in der Modebranche.

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Zwei Frauen, die ihre Kleidung tauschen
ZoneCreative / iStock

Airbnb, Uber oder Spotify: Die Sharing Economy hat sich längst in unserer Gesellschaft etabliert. Nun erreicht sie auch die Modebranche. Ressourcen- und umweltschonend lautet die Devise des Trends: Anstatt die Hälfte des Kleiderschranks also ungetragen verkümmern zu lassen, soll sie stattdessen mit anderen Menschen geteilt werden. Wir verraten dir, was hinter dem Sharing-Prinzip steckt.

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Zu viel Besitz, zu wenig Verwendung

Hand aufs Herz: Wie viele Kleidungsstücke besitzt du, die nie Verwendung gefunden haben? In der heutigen Konsumgesellschaft fällt diese Antwort erschreckend hoch aus:

  • Laut einer Studie von Greenpeace besitzt jeder Erwachsene (18–69 Jahre) in Deutschland 95 Kleidungsstücke. Knapp ein Drittel hat sogar bis zu 300 Teile im Kasten.
  • 40% der Mode wird nur selten bis nie getragen und bloß für den Platz im Kleiderschrank produziert.
  • Die meisten (83%) sind sich der Sharing-Möglichkeit in der Modeindustrie nicht einmal bewusst: Deshalb landet knapp die Hälfte jener ungetragenen Kleidung (49%) kurzerhand im Müll.

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Mode teilen: Mit fremden Federn schmücken

Dennoch gibt die aufsteigende Sharing-Economy den Anstoß zum Umdenken. Weg vom Einweg-Produkt hin zu nachhaltigen Alternativen: Den Konsumenten wird immer mehr bewusst, wie groß ihr tatsächlicher Besitz ist. Viele sind deshalb bereit, ihr Eigentum zu teilen, und dazu auch noch von anderen Kleiderschränken zu profitieren. Und so funktioniert das Zero-Waste-Modell:

  • Gekauft werden sollte nur, was wirklich benötigt wird. Denn jedes Outfit zieht eine Ressourcen zehrende Produktionskette mit sich.
  • Deshalb gilt es jene Kleidungsstücke zu tragen, die wir alle zusammen bereits zu Verfügung haben: Und das sind mehr als genug.
  • Mittlerweile gibt es einige Kleider-Bibliotheken aber auch Kleidertauschpartys, welche das Zero-Waste-Modell anbieten. Große Firmen wie Rent a Runway oder Girlmeetsdress, aber auch Start-ups wie Temporary Wardrobe haben das Potenzial der Branche bereits entdeckt.
  • Ein unendlicher Kleiderschrank: Man darf sich also ein Teil aussuchen und wieder zurückgeben, sollte es nicht mehr verwendet werden. Natürlich kannst auch du Verleih-Seite einnehmen und die Kleidung an Dritte weitergeben.
  • Tipp für Skeptiker: Wer zunächst noch keine fremder Kleidung tragen möchte, kann dennoch den Sharing-Versuch wagen. Sortiere einfach deine ungetragenen Klamotten aus und tausche sie mit einer Freundin oder einem Freund.

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