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Virgin-Plastic: Rohstoffe im Modehandel, die nicht so unschuldig sind

Im Modehandel bangt man darum, die Fertigung von "Billig-Material" unter Kontrolle zu halten. So schadet Virgin Plastic der Umwelt!

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Nalin-Prutimongkol / iStock

Der Begriff Virgin-Plastic hat viel weniger mit einem verruchten Sex-Spiel zu tun, und mehr mit den enormen Auswirkungen der Modeindustrie auf die Umwelt. Daher kommen leider immer mehr neue (jungfräuliche) Kunststoffe zum Einsatz. Momentan wird geschätzt, dass die Hälfte der verkauften Kleidungsstücke gänzlich aus Materialien wie Polyester bestehen. Das führt dazu, dass die Produktion und Verarbeitung der synthetischen Fasern einen überaus hohen Druck auf das Klima setzen.

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So steht es um den Modehandel

Mit Virgin-Plastic meinen wir in diesem Fall Rohstoffe, die für die Kleidungsindustrie, aus Plastik hergestellt werden. Einige Übeltäter, die du nur zu gut kennst, wären Polyester, Nylon und Lycra. Seit Jahrzehnten werden die ebengenannten Materialien besonders für Kleidungsstücke im Alltag verwendet, oder auch als Activewear für Sportliche. Es sind nun mal leichte Stoffe, die dir viel Komfort und Beweglichkeit bieten. Aber die Massenproduktion davon verleitete große Modeketten dazu, einem Plastikwahn zu verfallen. Die gegenwärtige Lage sieht leider nicht gut aus. Die britische Organisation RSA fasst in einem Bericht zusammen, dass:

  • …die wenigsten Modegeschäfte konsequent Recycling-Materialien verwenden. Bei den meisten besteht das Sortiment nur zu einem Prozent aus wieder verwendbaren Stoffen.
  • …die Fast-Fashion Industrie in den letzten 20 Jahren doppelt so viel Neuware produziert hat, die nach Verwendung nicht nachhaltig entsorgt wird.
  • …man die Schuld auch auf die Unwissenheit der jüngeren Generation legt. Viel zu wenige von ihnen werden darüber aufgeklärt, welche Konsequenzen die Überproduktion von Neuware für die Umwelt mit sich bringt.
  • …sich manche Modeketten ihrer überaus hohen Verwendung von Virgin Plastik bewusst sind. Folglich wollen sie mehr Verantwortung zeigen und mehr wieder verwendbare Fasern in ihrer Produktion implementieren.
  • …Billig-Ware vergleichbar mit kurzlebigen Kunststoffen zu betrachten ist. Josie Warden, Co-Autorin des Berichts, sagt aus, dass "Fast-Fashion-Trends von Natur aus nicht darauf ausgelegt [sind] in unseren Kleiderschränken ein langes Leben zu haben."

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Was kann ich dagegen tun?

Während dem Lockdown ging es Kopf und über, und der Online-Handel profitierte am meisten davon. Wohlmöglich hast du deine Zeit mit Meditation und wohltuenden Spaziergängen verbracht, aber Millionen andere Menschen auf der Welt verfielen den Pandemie-Sales und somit auch dem Kaufzwang. Das Geld, dass du ab und an für Neuware ausgibst, kannst du alternativ auch in nachhaltige Modeunternehmen investieren. Aber auch hier sieht Warden ein mögliches Problem. "Andere Materialien, wie Baumwolle und Viskose, können ebenfalls zu Umweltproblemen führen. Letztendlich sollte sich also der Produktionsumfang ändern."

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