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Hart, weich, frisch & Co: Das sind die bekanntesten Käsesorten im Überblick

Es gibt unglaublich viele Käsesorten, doch worin liegt der Unterschied? Wir verschaffen die einen Überblick über die köstlichen Käseklassiker.

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Eva-Katalin / iStock

Wir lieben Käse! Egal ob im Burger, auf der Pizza oder als Häppchen zu einem Glas Wein, das Milchprodukt schmeckt. Wir zeigen euch, welche verschiedenen Käsesorten es gibt und worin sie sich unterscheiden!

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Hartkäse

Diese Käsesorte hat eine feste bis körnige Konsistenz und reift meist zwischen drei Monaten und mehreren Jahren. In dieser Zeit verdunstet das Wasser aus dem Käseteig, je länger dieser reift, desto fester ist der Käse. Wie würzig der Käse ist, hängt auch mit der Reifedauer zusammen: Je länger der Hartkäse reift, desto pikanter schmeckt er. Diese Käsesorte wird auch als Extrahart- oder Würzkäse bezeichnet. Hartkäse eignet sich gut zum Reiben, seine Beigabe in Pastasoßen verleiht dem Gericht ein gewisses Arome. Auch als dekoratives Geschmackserlebnis eignet sich der Hartkäse zumal im Salat oder als überbackene "Soße" auf Fleisch & Co.

Bekannte Hartkäse sind zum Beispiel:

  • Appenzeller
  • Comté
  • Gruyére
  • Parmgiano Reggiano (Parmesan)
  • Pecorino Moliterno
  • Manchego

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Der Superstar Parmesan

Kaum ein anderer Hartkäse bringt das Italien-Flair so authentisch in die eigene Küche. Parmesan schmeckt hervorragend zu Pasta, Risotto, Pizza und Salat.  Der Parmesankäse wird aus Kuhmilch hergestellt und in zwei Formen unterschieden:

  • Parmigiano Reggiano wird umgangssprachlich meist nur Parmesan genannt, jedoch ist diese Käsesorte auf ein Grana. Dies bedeutet, dass der Käse sehr körnig ist. Das Wort "grano" oder "granuloso" bedeutet auf Italienische "Korn" bzw. "körnig". Seine Salzkristalle sind sehr präsent und werden von Käseliebhabern bei jedem Bissen geschätzt. Parmesan muss mindesten zwölf Monate reifen. Die Käselaibe können bis bis zu 30 Kilogramm schwer sein und können noch viel länger gelagert werden – meistens sogar bis zu drei Jahre!
  • Grana Padano stammt aus der italienischen Po-Ebene (Pianura padana) und darf nur in dieser Gegend hergestellt werden. Seine Echtheit wird mit einem rautenförmigen Qualitätssiegel in der Rinde des Laibs bestätigt. Zudem trägt er meist ein DOP-Siegel (Denominazione di Origine Protetta), welches seine Herkunft garantiert. Ein Grana benötigt im Gegensatz zum Parmesan nur neun Monate Reifedauer und kann je nach Reife sehr mild oder sehr würzig schmecken.

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Weichkäse

Um köstlichen Weichkäse genießen zu können, muss man ihn zwei bis acht Wochen reifen lassen. Hat der Käse seine perfekte Form erreicht, weist er einen weichen und cremigen Kern auf. Je länger er reift, desto intensiver ist sein Aroma. Die meisten Weichkäse haben eine Weißschimmelrinde und bekommen durch die Behandlung mit Rotkulturen eine rötliche-orangene Oberfläche.

Weichkäse kann vielseitig eingesetzt werden, egal ob als Brotbelag, Highlight im Salat oder als perfekter Snack auf der Käseplatte – diese Käsesorte schmeckt immer himmlich. Auch als Topping auf Gemüse und Fleisch kann Weichkäse punkten.

Bekannte Weichkäsesorten sind:

  • Brie de Meaux
  • Camembert de Normandie
  • Epoisses
  • Munster
  • Sainte-Maure
  • Taleggio
  • Géramont

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Frischkäse

Wer den ultimativen Frischkäse-Genuss möchte, muss nicht lange warten! Diese Käseart ist wirklich einzigartig, denn Frischkäse muss nicht reifen und kann direkt nach der Herstellung gegessen werden. Der köstliche Frischkäse punktet durch seine individuelle Zubereitung: So eignet er sich als Brotaufstrich, Dip oder sogar als Zugabe im Kuchen. Frischkäse wird häufig mit Kräutern oder Gewürzen verfeinert und weist üblicherweise eine leicht krümelige, über feste bis hin zu cremige Konsistenz auf. Je nach Fettgehalt kann die Konsistenz jedoch unterschiedlich sein.

Zu den bekanntesten Frischkäse zählen: 

  • Ricotta
  • Mascarpone
  • Doppel- und Rahmfrischkäse
  • Mozzarella
  • Schichtkäse
  • Hüttenkäse
  • Bresso
  • Chavroux
  • Le Tartare

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Sauermilchkäse

Sauermilchkäse hat einen geschmeidigen Teig und eine gelblich fast transparente Farbe. Für den perfekten Genuss muss der Sauermilchkäse wenige Tage bis einige Wochen reifen. Der Kern des Käses ist oft weiß, der äußere Rand ist häufig mit weißem Schimmel oder einer Rotschmiere bedeckt.

Zu Sauermlichkäse gehören unter anderem

  • die Harzer Rolle,
  • der Mainzerkäse,
  • der Handkäse
  • und der Stangenkäse.

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Schnittkäse

Wer Schnittkäse kauf, der kann sich auf seinen Namen verlassen, denn diese Käsesorte lässt sich besonders gut schneiden. Der Schnittkäse reift mehrere Wochen bis Monate von innen nach außen. Eine kürzere Reifedauer verspricht einen milden Geschmack, reifere Schnittkäse schmecken würzig bis pikant. Die meisten Schnittkäse werden aus Kuhmilch hergestellt, aus südlichen Ländern stammen jedoch auch Sorten, die aus Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt werden (Schafsmilchkäse Etorki). Die Rinde des Schnittkäse kann eine Rotschmiere aufweisen. Manche Käse werden zudem mit einer Wachsschicht bezogen, um das Austrocknen zu verhindern (Achtung: Das Wachs ist nicht zum Verzehr geeignet!)

Bekannte Schnittkäsesorten sind:

  • Morbier
  • Saint-Nectaire
  • Stillfser
  • Tomme de Sacvoie
  • Halbfester Schnittkäse: Reblochon

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