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E-Book vs. Druck: Welches Lese-Format siegt in Sache Nachhaltigkeit?

E-Book-Reader sind praktisch, aber Bücher sind die Klassiker. Welches Lese-Format in Sache Nachhaltigkeit punktet, erklären wir dir hier!

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tommaso79 / iStock

Du sitzt im Bus, links und rechts von dir ist jeder mit seinen Smart-Geräten beschäftigt. Junge Kids haben die neuesten Konsolen als Zeitvertreib und viele deiner Gleichgesinnten beschäftigen sich mit ihren Tablets und E-Books. Da tust du als Einzelgänger mit deinem gebundenem Buch von der Menge herausstechen. Ist doch egal, denn deine 300 Seiten sind im Endeffekt eine nachhaltigere Lösung für die Umwelt. Oder etwa doch nicht? Recyclinganlagen über Elektro-Schrotthaufen. Papier sparen statt Massendruck unterstützen. Welches Lesemedium gewinnt die Umweltbilanz?

Mehr dazu: Nachhaltig leben kann manchmal ganz schön frustrierend sein. Was tun?

Der Kampf der Lese-Giganten

Immer mehr Lese-Fans erfreuen sich am Tablet, Smartphone oder dem E-Book-Reader, denn das digitale Format ist praktisch und handlich. Für einen vielfältigen Lese-Spaß müssen nicht gleich drei verschieden Bücher getragen werden, schließlich kann ein kleines Gerät all deine Lieblingsromane und Krimi-Bänder auf einmal hausen. Bücher können jedoch für lange Zeit wiederverkauft und weiterverschenkt werden, was natürlich auch ein Pluspunkt ist, wenn man den Mehrwert gedruckter Bänder in Betracht zieht. Es stellt sich aber weiterhin die Frage in welcher Situation man zum Wohle der Erde lieber Bücher lesen sollte oder zum E-Book greifen soll.

Anders als beim Buch verlässt sich ein E-Book-Reader auf seine Stromzufuhr, aber lass dich nicht täuschen – Nur die wenigsten Geräte Konsumieren eine übermäßig hohe Menge an Strom, so dass es der Umwelt zu Schaden kommen könnte. Ein typischer E-Book-Reader hält eine große Menge an Lesestunden aus. Etwa 40.000 Seiten lassen sich lesen, und das mit nur ungefähr sechs Mal laden. Im Gegensatz zum guten alten Klassiker ist das Lese-Vergnügen mit einem E-Book-Reader ein Lautloses. Es ist kein Papierrascheln zu hören und dank der speziellen Beleuchtung braucht man auch keine Nachttischlampe. Noch dazu ist der Transport von Büchern kein klimaneutraler. Für alle neuen Bänder, die Geschäfte bestellen bzw. die du zu dir nach Hause liefern lässt, werden durch die Transportwägen Unmengen an CO2 Emissionen ausgestoßen.

Falls du davon überzeugt bist, dass Bücher mehr zur Umweltverschmutzung beitragen müssen wir dich enttäuschen. Der Schein trügt, den ein wesentlicher Aspekt, der angeschaut werden muss ist der Gesamtprozess, der für die Herstellung und den Konsum beider Medien entsteht. Der erste Teil steht den Herstellern zu, und der zweite den Nutzern. Es sind nun mal die Hersteller, die für den Großteil der Ökobilanz zu verantworten sind.

Wir haben für dich Nachteile zusammengefasst, die während der Produktion von Buch und E-Book-Reader entstehen:

 

So sieht es mit E-Books aus Immer ein Klassiker: Das Buch
Fördert Mineralien (Schwermetall), die Gifte im Boden freisetzen

Ethische und moralische Probleme wie Kinderarbeit und vorindustrielle Arbeitsbedingungen

Fördert Abholzung Freilassung von Kohlenstoffen in Abwässern für die Papierherstellung

Fördert Abholzung von Regenwald und Waldrodung

Mehr dazu: Wie werde ich zum Ökofuzzi?

Der Gewinner ist…

Ein eindeutiger Gewinner kann hier nicht gekürt werden. Bei der Produktion von Büchern stehen Treibhausgas- und Schadstoff-Emissionen weit unten im Ranking, aber dennoch sollte man auch als Leser und Leserin seinen mitwirken um die Lese-Ökobilanz zu verbessern.

Mehr dazu: 5 gute Gründe, warum du mehr Bücher lesen solltest

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