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E-Mails sind Klimakiller! Darum solltest du dein Mail-Postfach regelmäßig leeren

Sie wirken unscheinbar, doch verbrauchen in Summe Unmengen an Ressourcen. Sind E-Mails tatsächlich so umweltschädlich?

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E-Mails als Klimasünde
Sitthiphong / iStock

E-Mails sind zu unseren täglichen Begleitern im digitalen Zeitalter geworden. Nicht nur, dass sie bequem & von überall versendet werden können, der Verzicht auf den Brief-Verkehr entlastet noch dazu unsere Umwelt – oder? Bei genauerer Untersuchung wird klar, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil: E-Mails sind wahre Klimakiller, denn sie benötigen Unmengen an Strom und Wasser. Aber wie sehr belastet mein elektronisches Postfach die Umwelt?

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So wirkt sich dein E-Mail-Verkehr auf's Klima aus

Aus den Augen, aus dem Sinn: Wenn wir eine E-Mail versenden, verschwenden wir meist keinen Gedanken mehr daran, was danach mit ihr passiert. Und während viele in dem Glauben bleiben, E-Mails seien die umweltfreundliche Alternative zu Briefen, zeigt die Öko-Bilanz der digitalen Direkt-Nachrichten die erschreckende Wahrheit auf. "Wenn das Internet ein Land wäre, würde es in der Rangliste der Stromverbraucher ungefähr den dritten Platz belegen, also direkt hinter China und den USA", so der IT-Spezialist Gary Cook von Greenpeace. Doch eins nach dem anderen: Warum ist der E-Mail-Verkehr eine Klimasünde?

  • Um eine E-Mail versenden und empfangen zu können, brauchen sowohl Sender als auch Empfänger ein Smartphone oder einen Computer. Diese Geräte benötigen Strom.
  • Für die Übermittlung sowie für die spätere Lagerung bzw. Speicherung der Daten werden Server benötigt. Und zwar jede Menge: Weltweit sind riesige Rechenzentren notwendig, um den E-Mail-Verkehr zu stemmen.
  • Laut einer Untersuchung von "Data Economy" entsprach der Energievebrauch dieser Rechenzentren im Jahr 2015 einem Fünftel des weltweiten Stromverbrauchs.
  • Demnach verursacht der tägliche E-Mail-Verkehr eines durchschnittlichen Angestellten nach der französische Fernsehanstalt "France Télévisions" ungefähr so viel Treibhausgase, wie eine 11 Kilometer lange Autofahrt. Hinzu kommen circa 12 Liter Wasser für die Kühlung der Server.

Dabei ist es ebenso entscheidend, welche Art von Mails versendet werden. Laut der britischen Zeitung "The Guardian" produziert

  • eine Spam-Mail 0,3 Gramm CO2-Äquivalente,
  • eine normale E-Mail 4 Gramm CO2-Äquivalente
  • und eine lange E-Mail mit Anhang 50 Gramm CO2-Äquivalente.

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Grüner E-Mail-Verkehr: 5 umweltschonende Tipps

Vergleicht man einen einzigen Brief mit einer einzigen E-Mail, steigt der digitale Kommunikationsweg natürlich umweltfreundlicher aus. Doch wir versenden in Summe deutlich mehr Mails, als wir Briefe verschicken würden. Während laut einer Studie von "The Radicati Group" im Jahr 2020 täglich rund 306 Milliarden E-Mails versendet und empfangen wurden, zeigt eine weitere Studie des Energiekonzerns "OVO" , dass viele dieser Nachrichten nicht notwendig wären. So könnten alleine in Großbritannien jährlich 64 Millionen E-Mails eingespart werden. Was also tun, um beim Mailen einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen?

  • Besonders das lange Speichern der E-Mails zerrt an den Ressourcen. Miste dein Postfach also regelmäßig aus und lösche wenn möglich E-Mails mit umfassendem Inhalt.
  • Newsletter und Push-Nachrichten von sozialen Medien abzumelden hat nicht nur den Vorteil, dass dein Postfach nicht immer übergeht: Mit diesem Schritt tust du auch der Umwelt etwas Gutes.
  • Komprimiere Dateien, bevor du sie versendest. Dazu musst du beispielsweise nur einen ZIP-Ordner anlegen.
  • Verzichte auf kurze Mails, die lediglich ein "Danke" beinhalten.
  • Leere den Spam-Ordner so oft wie möglich.

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