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Vorwürfe wegen Kinderarbeit bei "Nespresso": George Clooney ist schockiert!

Schauspieler und Testimonial George Clooney ist aufgrund der Vorwürfe wegen Kinderarbeit bei "Nespresso" erschüttert. Doch das ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen in der Kritik steht.

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Kinderarbeit bei Nespresso schockiert Clooney
MarkGregory007 / flickr

Seit 2006 ist Schauspieler George Clooney das Aushängeschild für das Unternehmen Nespresso, welches Kaffeemaschinen und -kapseln verkauft. Nun wurden Vorwürfe laut, dass auf Kaffeefarmen in Guatemala Kinderarbeit stattfinden soll. Der Hollywood-Star und Aktivist ist von dieser Enthüllung erschüttert.

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Dokumentation enthüllt Wahrheit über Kinderarbeit

Der britische Fernsehsender Channel 4 enthüllt in seiner Aufdeckerdoku "Dispatches", die Herkunft des Kaffees für die Nespresso-Kapseln. Nespresso gehört dem Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé, welcher mit George Clooney als Testimonial in den Kaffee-Werbekampagnen begeistert(e).

So wie es Clooneys politischem Engagement entspricht, sitzt der Aktivist auch im Beirat für Nachhaltigkeit für die Kaffee-Marke. Dieser Beirat soll sicherstellen, dass der Kaffee von umweltfreundlichen und gut geführten Farmen stammt. Die Tatsache, dass hierbei Kinderarbeit betrieben wird, dürfte Clooney sauer aufstoßen. "Wir wussten, dass es ein großes Projekt ist, als wir vor sieben Jahren starteten und ehrlich, ich war überrascht und traurig, diese Geschichte zu sehen", sagt der Schauspieler gegenüber der britischen Zeitung Independent.

Der Nespresso-Beirat hätte jetzt viel zu tun: Die Mitglieder des Rates haben die Journalisten der "Dispatches"-Show kontaktiert und sie gebeten, die Arbeitsbedingungen auf den Kaffeefarmen weiterhin zu beobachten. Würde es keine Besserungen geben, sollten sie in den Medien darüber berichten.

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Nespresso gibt Statement ab

Die Neuigkeiten über die Kinderarbeit treffen Clooney besonders hart: "Da ich seit meinem zwölften Lebensjahr auf einer Tabakfarm aufgewachsen bin, bin ich mir der komplexen Problematik der Landwirtschaft und der Kinderarbeit auf einzigartige Weise bewusst", erklärt der Schauspieler.

In einem Statement wies der Nespresso-Konzern auf seiner Website darauf hin, dass das Unternehmen Kinderarbeit "inakzeptabel" finden würde. "Wir werden alles tun, was wir können, um Kinderarbeit auszumerzen. Sie hat keinen Platz in unserer Lieferkette", sagt der neue Nespresso-Chef Guillaume Le Cunff in einem Video. Laut dem Unternehmen werden die sechs betroffenen Kaffeefarmen untersucht.

Nespresso versichert, dass die verwendeten Kaffeebohnen auf "ethische Weise" produzieren werden. Zudem wurde die Entscheidung getroffen, keinen Kaffee von Farmen in einigen Gebieten Guatemalas zu kaufen. Der zentralamerikanische Staat ist der zehnt größte Kaffeeproduzent der Welt.

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Vorwürfe wegen Kinderarbeit häufen sich

  • Schon in den letzten Jahren wurde dem Konzern öfter vorgeworfen, Kindersklaven und -arbeit auf Kakaoplantagen zu tolerieren. 2019 wurde bei Besuchen auf Kaffeefarmen in Costa Rica, Äthiopien, Uganda und anderen Lieferländern zwei Fälle von Kinderarbeit aufgedeckt.
  • In den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt zehn Fälle von Kinderarbeit gemeldet. Keiner davon war jedoch in Guatemala. Laut dem Kaffee-Giganten sei jede Situation "effektiv gelöst" worden.

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