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Baba Verpackungsmüll: Mehrweg-Verpackungen für Take-away kommen

Take-away kann auch nachhaltig sein. Ein neues Gesetz verordnet nun Mehrweg-Verpackungen.

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Recycling Coffe-To-Go-Becher
Bet_Noire/iStock

Mehrweg-Verpackungen werden für Take-away Pflicht. Das hat das deutsche Bundeskabinett mit dem neuen Verpackungsgesetz beschlossen. Restaurants und Cafés müssen nun auch Mehrwegbehälter für Speisen und Getränke bereitstellen.

 

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Corona löste Take-away-boom aus

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass Lokale – vom Kaffeehaus über die Pizzeria zum Pho-to-go um die Ecke– ihre Speisen nur To-Go liefern konnten. Alle Gastrobetriebe hatten immer wieder mit unterschiedlichen Regelungen zu tun. Zuerst mussten sie mehrheitlich geschlossen halten, dann wieder nur bedingt – für Lieferservice und Abholung – aufsperren.

Dadurch wurden in der Gastro-Branche um ein Vielfaches mehr Verpackungen weggeschmissen. Das hat aber auch dazu geführt, dass die Menge an Verpackungen noch einmal deutlicher sichtbar wurde. Vielleicht hat das auch einen Beitrag zur Neuerung des Verpackungsgesetzes geleistet. Zukünftig sollen durstige und hungrige Kunden bei Coffee to go und Co die Wahl zwischen Wegwerf- und Mehrweg-Verpackungen haben. So kann Take-away umweltfreundlich sein!

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Mehrweg für Take-away in Schritten

Verpflichtend soll die neue Regelung allerdings erst 2023 werden. Die Mehrweg-Variante darf dabei aber nicht teurer sein. So soll kein Anreiz mehr gegeben sein, auf die Plastik-Variante zurückzugreifen.

Ausgenommen sollen vorerst aber noch Betriebe mit weniger als sechs Beschäftigten sein und einer Ladenfläche von 80 Quadratmeter sind von der Regelung ausgenommen.

Pfand auf alle Getränke in Einweg-Verpackungen: In Deutschland ist der Pfand auf Einweg-Flaschen bereits seit vielen Jahren Alltag. In Österreich hat er sich bisher nicht durchsetzen können. 2022 Soll sich der Pfand in Deutschland auf alle Getränke in Einweg-Verpackungen auch auf Getränkedosen ausdehnen. Ob ganz Europa nachzieht, wird sich erst noch zeigen.

Mehr dazu:  Tipps: So kannst du Plastik im Alltag reduzieren

In einem weiteren Schritt sollen auch Milchprodukte ausschließlich in wieder verwendbaren Verpackungen verkauft werden und bei Plastik darauf geachtet werden, dass es zumindest recyclebar (PET) ist. Neue Verpackungen sollen zu einem gewissen Prozentsatz aus Alt-Plastik hergestellt werden.

Kritiker fordern strengere länderübergreifende Maßnahmen

Auch, wenn das neue Gesetz viel Zustimmung bekommt, fordern Kritiker eine noch strengere Regelung und vor allem Länderübergreifende Richtlinien. Bis es soweit ist, ist wohl immer noch jede/r Einzelne gefragt, um den Verpackungsmüll möglichst gering zu halten. Viele Cafés und Restaurants freuen sich, die bestellten Köstlichkeiten in den mitgebrachten Becher, oder Behälter füllen zu können. Frag also beim nächsten Mal einfach nach, ob dein Cappuccino mit Mandelmilch nicht auch in dein Marmeladenglas gefüllt werden kann 🙂 So wird Take-away auch noch so richtig hipp.

 

 

 

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