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Urlaubssouvenir Hautpilz

Wer im Urlaub streunende Katzen streichelt, kann sich völlig unbemerkt mit "Microsporum canis" anstecken. Der Hautpilz ist prinzipiell ungefährlich, aber dennoch äußerst lästig.

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Katze Urlaub
DavidCallan / iStock

Woher kommt der Pilz?

Bei Pilzen, die von Katzen auf den Menschen übertragen werden, handelt es sich in den meisten Fällen um "Microsporum canis". Wie der Name schon erahnen lässt, ist er auch bei Hunden anzutreffen, in der überwiegenden Anzahl der Pilzerkrankungen stecken wir uns aber bei Katzen an.

Microsporum canis ist hierzulande kein Unbekannter, im Mittelmeerraum aber ist er nahezu allgegenwärtig: Schätzungen zufolge sind in Italien, Spanien, Griechenland und anderen Ländern am Mittelmeer bis zu 90% aller Katzen mit dem Erreger infiziert.

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Wie erfolgt die Ansteckung?

Die Übertragung der Pilzsporen erfolgt entweder über direkten Kontakt mit infizierten Katzen oder indirekt über kontaminierte Gegenstände. Ein einmaliger Hautkontakt reicht bereits für eine Ansteckung aus, die Inkubationszeit beträgt etwa 10 Tage.

Das Tückische daran: Eine Pilzinfektion muss man der Katze nicht unbedingt ansehen. Katzen, die offensichtlich erkrankt sind, haben die kahlen Stellen vor allem im Kopfbereich (Ohren, Nase, Lefzen) und an den Vorderpfoten. Es gibt aber auch sogenannte "stille Überträger": Tiere, die zwar infiziert sind, aber keinerlei erkennbare Symptome haben.

Typische Symptome beim Menschen

  • Im Anfangsstadium ähnelt die betroffene Stelle einem Gelsenstich.
  • Später weitet sich die punktförmige Hautveränderung zu einem rundlichen roten Fleck aus.
  • Später kann die Stelle zu schuppen beginnen.
  • Die ersten Hautveränderungen sind an Händen, Armen und Dekolleté sichtbar.
  • Im weiteren Verlauf der Erkrankung erreichen die Pilzsporen die behaarte Kopfhaut. Die Haare können dann auf kreisrunden Flächen büschelweise ausfallen.
  • Ein Hautpilz verursacht immer Juckreiz.

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Wann zum Arzt?

Bei Verdacht auf einen Hautpilz – und entsprechender Vorgeschichte – empfiehlt es sich, rasch einen Hautarzt aufzusuchen. Er kann mithilfe einer Pilzkultur den Erreger zweifelsfrei identifizieren und eine entsprechende Therapie einleiten.

Bei einzelnen, kleinen Hautveränderungen reicht meist das Auftragen einer pilzabtötenden Salbe. Alternativ gibt es auch antimykotische Waschlotionen oder Shampoos.

Hat die Pilzinfektion bereits auf die behaarte Kopfhaut übergegriffen, wird der Arzt zusätzlich Tabletten verschreiben.

Da Pilzsporen generell sehr hartnäckig sind, kann sich die Behandlung über mehrere Wochen hinziehen, Komplikationen oder Folgeerkrankungen sind jedoch nicht zu erwarten. Wer allerdings die Symptome längere Zeit ignoriert und die Behandlung zu spät beginnt, riskiert eventuell bleibende kahle Stellen.

Wie kann man vorbeugen?

Auch wenn es noch so verlockend ist, streicheln Sie im Urlaub – insbesondere in Mittelmeergebieten – lieber keine Katzen.

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