Haustiere

Hunde helfen bei psychischen Erkrankungen

Assistenzhunde können zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität von psychisch Erkrankten beitragen. Der Hund hilft durch seine Anwesenheit und ist Teil des therapeutischen Konzepts.

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Hunde können unseren Alltag verschönern und vor allem vereinfachen!
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Hunde eignen sich nicht nur hervorragend als Begleiter von blinden und sehbehinderten Menschen, sondern haben auch äußerst positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie erlernen gezielt Aufgaben, um Betroffene sicher durch den Alltag zu bringen.

Unter dem Begriff "Assistenzhunde" werden drei verschiedene Gruppen zusammengefasst:

  • Blindenführhunde: unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag
  • Signalhunde: unterstützen Menschen mit Hörbehinderung oder chronischen Erkrankungen wie Epilepsie, Diabetes und psychiatrischen Erkrankungen
  • Servicehunde: unterstützen Menschen mit Behinderung in ihrer Mobilität

Damit ein Hund Assistenzhund werden kann, braucht es einige Voraussetzungen. Zum einen muss er sich gesundheitlich, aber auch aufgrund seines Wesens für die Aufgabe eignen. Zum anderen muss er eine spezielle Ausbildung mit anschließender Prüfung absolvieren.

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Spezielle Ausbildung

Für Hunde, die zukünftig Menschen mit Depressionen begleiten sollen, dauert die Ausbildung rund zwei Jahre. Die Lerninhalte werden dabei den jeweiligen Bedürfnissen des Erkrankten angepasst. Insbesondere das gemeinsame Erarbeiten von Aufgaben führt zu einer harmonischen Beziehung mit letztlich wechselseitigem Nutzen.

Bei folgenden psychischen Erkrankungen können Hunde eingesetzt werden:

Hunde sind hochsozial, intelligent und gänzlich frei von Vorurteilen. Nicht zuletzt deshalb fällt es psychisch Erkrankten oft leichter, zu ihnen Vertrauen zu fassen.

Schäferhunde und Golden Retriever werden besonders häufig als vierbeinige Partner im Alltag eingesetzt.

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Spezielle Aufgaben eines Signalhundes

  • Begleitung im Alltag
  • Erspüren von Stimmungen
  • Erkennen von Stimmungsumbrüchen und Depressionen
  • Menschen auf ihr Verhalten aufmerksam machen
  • Wecken aus einem Alptraum, anschließend Licht einschalten
  • Distanz zu anderen Menschen schaffen, in dem er sich dazwischen stellt
  • Intrusionen (plötzliche Erinnerung an das Erlebte) unterbrechen
  • Dissoziationen (Entfremdung, gestörte Wahrnehmung) anzeigen
  • Sicherheit geben durch erlerntes Bellen
  • An Medikamenteneinnahme erinnern
  • Vermittlung von Selbstvertrauen
  • Bewältigung von Stresssituationen
  • Beistand in ängstigenden Situationen

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