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Studie: Ist die Liebe zu Hunden genetisch vererbbar?

Forscher untersuchten, ob die Liebe zu Hunden und deren Haltung genetisch vererbbar ist.

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Ist die Liebe zu Hunden genetisch vererbbar?
Vasyl Dolmatov / iStock

Hunde stehen uns in schwierigen Situationen bei und ziehen uns mit ihrer bedingungslosen Loyalität in den Bann. Kein Wunder also, dass wir die Fellnasen so sehr lieben, oder? Schwedische und britische Wissenschafter der Universitäten Uppsala und Liverpool wollten dieser Liebe auf den Grund gehen und herausfinden, ob die starke Verbundenheit zwischen Menschen und Hunden womöglich genetisch bedingt ist. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

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Schwedische Zwillinge

Für die Studie untersuchten die Forscher 35.000 schwedische Zwillingspaare, die in der Datenbank Swedish Twin Registry vermerkt waren. Zwillingsstudien haben sich in der Vergangenheit schon oft als sehr vorteilhaft erwiesen, da sie aufzeigen inwiefern sich Umweltfaktoren auf unsere Genetik auswirken können.

Eineiige Zwillinge teilen in ihrer DNA ein gleiches Genom, während zweieiige Zwillinge nur die "genetische Hälfte" miteinander teilen. Durch die Untersuchung dieser beiden Gruppen konnten die Forscher besonders gut beobachten, ob die genetische Veranlagung womöglich doch stärker ist als die Umwelteinflüsse der Probanden.

Die Wissenschafter kamen zu folgenden Ergebnissen: 

  • Bei zweieiigen Zwillingspärchen waren die Geschwister nur zum Teil einer Meinung in Bezug auf die Hundehaltung. So hielt ein Zwilling einen Hund und der andere keinen.
  • Bei eineiigen Zwillingen wurde ein ganz anderes Verhalten beobachtet. Hier war oft der Fall, dass beide Geschwister entweder einen Hund, oder gar keiner keinen hielten.
  • Dies bestätigt, dass eine genetische Beeinflussung in Bezug auf die Hundeliebe gegeben ist.

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Gesundheitliche Auswirkung

"Wir waren überrascht zu sehen, dass das Erbgut einer Person einen wesentlichen Einfluss darauf zu haben scheint, ob sie einen Hund besitzt", erklärt Hauptautor der Studie Tove Fall. Die Ergebnisse haben laut dem Wissenschafter eine große Auswirkung auf das Verhältnis zwischen Hunden und Menschen. Obwohl wir die Vierbeiner oft als Haustiere halten, wissen wir immer noch sehr wenig darüber, wie sie unsere Lebensweise sowie unsere Gesundheit beeinflussen.

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass der gesundheitliche Nutzen der Tiere durch die Genetik der Probanden bedingt ist. Welche Gene dafür verantwortlich sind, haben die Forscher noch nicht herausgefunden. In zukünftigen Untersuchungen möchten die Wissenschafter jedoch analysieren,

  • welche Gene für die Hundehaltung ausschlaggebend sind und
  • wie sich die ermittelten genetischen Faktoren auf Persönlichkeitsmerkmale und Allergien auswirken

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