Psychische Gesundheit

So gut eignen sich Tiere als Therapeuten

Vo A wie Achatschnecke bis Z wie Zuhören: Warum tiergestützte Therapie wirkt.

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Tiere als Therapeuten
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Tiere tun der seelischen und körperlichen Gesundheit gut. Im Rahmen der ganzheitlichen Medizin werden speziell ausgebildete Tiere mehr und mehr als tierische Therapeuten eingesetzt. Zahlreiche Studien belegen den positiven Effekt der tiergestützten Therapie.

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Erfolgsfaktor "nonverbale Kommunikation"

In der tiergestützten Therapie steht die nonverbale Kommunikation im Mittelpunkt.

  • Sie eignet sich für Kinder und Erwachsene mit sozialen Defiziten, aber auch körperlichen oder geistigen Beeinträchtigen.
  • Schon lange ist die beruhigende Wirkung von Tieren bekannt.
  • Tiere sind in der Lage, durch ihre bloße Anwesenheit Blutdruck und Pulsfrequenz zu senken und Stress abzubauen.
  • Verschiedene Tierarten werden nun gezielt zur Therapie von bestimmten Erkrankungen eingesetzt.
  • Alle Tiere haben eines gemeinsam: Sie werten nicht, sie vermitteln dem Menschen Anerkennung und Wertschätzung.
  • Sie fördern dadurch soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme.
  • Ihre Geduld verhilft Menschen zu Erfolgserlebnissen und stärkt damit wiederum das Selbstvertrauen in das eigene Können.
  • Wärme und Körpernähe führt zu einer verbesserten Eigen- und Fremdwahrnehmung.
  • Die Arbeit mit Tieren kann in vielen Fällen zu einer Besserung der Fein- und Grobmotorik, der Kommunikationsfähigkeit sowie in der unterstützenden Behandlung von Depressionen eingesetzt werden.

Welche Tiere sich als Therapeuten besonders eignen, lesen Sie hier.

Hunde sind gute Zuhörer

Laszlo Lorik / Fotolia

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Vor allem Menschen, mit denen keine oder nur eine minimale Kommunikation möglich ist, profitieren von einer hundegestützten Therapie. Hunde sind exzellente Zuhörer, sie kritisieren nicht und korrigieren keine Fehler. Kinder mit Sprachstörungen oder Leseschwächen, die einem Hund vorlesen, verlieren schneller ihre Hemmungen vor dem Laut-Lesen und gewinnen so an Selbstvertrauen.

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Pferde stärken die Körperwahrnehmung

Kathrin39/Fotolia

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Die Hippotherapie ist eine Form des therapeutischen Reitens. Es wird bei Personen mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt, aber es führt auch bei Erkrankungen des Nervensystems zu einer verbesserten Bewegungskoordination.

Bei den physiotherapeutischen Übungen an speziell ausgebildeten Pferden werden die Bewegungsimpulse des Pferdes auf das Becken des Menschen übertragen und damit indirekt das Körpergefühl gestärkt. Auch die Haltung und die Muskelspannung wird positiv beeinflusst.

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Therapeutische Lama-Wanderungen

grafikplus foto /fotolia

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Lamas sind zwar neugierige Tiere, dem Menschen gegenüber aber sehr zurückhaltend. Sie bewahren immer respektvolle Distanz und vermitteln damit ein Gefühl von Ruhe und Vertrauen.

Insbesondere Menschen mit Traumatisierungen, Angststörungen oder autistischen Zügen erleichtert die freundliche Art der Lamas die Kontaktaufnahme zu anderen Lebewesen.  aber auch zu sich selbst und der eigenen Gefühlswelt.

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Geduld mit der Achatschnecke

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Die bis zu 30 cm großen Achatschnecken eignen sich erstaunlich gut als Therapeuten für hyperaktive Kinder. Sie strahlen sehr viel Ruhe aus und ermutigen die Kinder, sich ruhig zu verhalten und Geduld zu üben. Nur dann verlässt die Schnecke ihr Haus und kriecht über die Hand bis zum Arm hinauf.

Ein Erfolgserlebnis für Kinder, die es schaffen, so lange ruhigzuhalten bis sich die Schnecke entschließt, sich zu zeigen.

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