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11 Zeichen, dass Ihr Kopfweh eine Migräne ist

Sie haben oft Kopfschmerzen und glauben, dass Sie Migräne haben könnten? Diese 11 Symptome helfen bei der Abgrenzung.

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Migräne und Kopfschmerz
wildpixel / iStock

Beinahe jeder Mensch wird ab und zu von Kopfschmerzen heimgesucht. Ob Spannungskopfweh, Wetterfühligkeit oder echte Migräne: Die Pein kann in Intensität und Ausprägung von Begleitsymptomen stark variieren.

Nicht immer ist außerdem klar, ob es sich um gewöhnlichen Kopfschmerz oder um die neurologische Krankheit Migräne handelt. Die Diagnose stellt selbstverständlich ein Arzt, aber diese 11 Anzeichen für Migräne können bei der Einordnung helfen:

  • pulsierende Venen
  • einseitiger Kopfschmerz
  • Lichtpunkte oder -blitze im Sichtfeld
  • Schwäche und Kribbelgefühl
  • Übelkeit
  • empfindlicher Geruchssinn
  • Stimmungsschwankungen
  • verminderte Lebensqualität
  • Erschöpfungszustände
  • steifer Nacken
  • langanhaltender Schmerz

Pochen im Kopf

Sie spüren bei Kopfweh ein regelrechtes Pulsieren im Schädel? Wenn Sie an die Schläfen fassen, pochen die Venen merklich? Manche Migräne-Patienten haben dabei das Gefühl, als würde ihr Kopf explodieren. Im Vergleich: Harmloses Kopfweh ist eher nervig, Migräne wirft Betroffene aus der Bahn.

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Einseitiger Schmerz

Migräne kann zwar gleichzeitig auf beiden Seiten des Kopfes auftreten, typischerweise schmerzt es aber entweder links oder rechts. Kommt das Kopfweh durch eine Nebenhöhlenentzündung, tritt der Schmerz vor allem als Druck um Wangen, Augen und Stirn auf.

  • Es ist nach wie vor unklar, warum Migräne vorrangig einseitig auftritt.
  • Eine Theorie ist, dass dies am sogenannten Trigeminus-Nerv liegt; davon gibt es zwei, einen links und einen rechts.
  • Beim Beginn der Migräne dürfte nur einer der beiden Nervenäste aktiviert werden; passiert das immer wieder, wird der eine bestimmte Nerv der schnellste "Weg des Schmerzes" für das Gehirn.

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Sehstörungen

Bei Migräne laufen langsame Wellen von elektrischer Aktivität vom Rücken zum vorderen Teil des Gehirns. Wenn das passiert, ist die Durchblutung des Gehirns reduziert, alles fährt herunter. Das führt zu der sogenannten Migräne mit Aura, die etwa 25% aller Migräne-Betroffenen erleben.

Die Aura tritt üblicherweise vor der Schmerzattacke auf und äußert sich durch unterschiedlichste Sehstörungen:

  • Lichtpunkt- und blitze
  • Farbveränderungen
  • Pixel
  • Blitze am Rand des Gesichtsfelds
  • bunte Zick-Zack-Linien

Bei Spannungskopfschmerz kommen solche Augenprobleme üblicherweise nicht vor.

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Schwächegefühl und Kribbeln

Migräne kündigt sich bei vielen nicht nur durch visuelle, sondern manchmal auch durch sensorische Aura an. Das kann sich z.B. so bemerkbar machen:

  • Taubheitsgefühl
  • Kribbeln
  • Gefühl der Schwäche auf einer Körperseite

Auch Sprachausfälle wie Wortfindungsstörungen können Vorboten einer Migräneattacke sein. Die Symptomatik ähnelt der eines Schlaganfalls, weshalb zur Sicherheit der Notarzt gerufen werden sollte. Vor allem wenn die Beschwerden zum ersten Mal auftreten und keine Migräne bekannt ist.

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Starke Übelkeit

Ein ziemlich sicheres Anzeichen für Migräne ist Übelkeit, die in Kombination mit dem Kopfweh auftritt. Das hat folgenden Grund:

  • Unsere Verdauung ist ebenfalls mit Nerven ausgestattet.
  • Bei Migräne wird nicht nur das Nervensystem im Gehirn aktiviert, sondern auch jenes im Bauchraum.
  • Experten glauben, dass sich die Verdauung während einer Migräne verlangsamt, was die Übelkeit verursachen könnte.
  • Studien kamen außerdem zum Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Migräne und Magen-Darm-Erkrankungen gibt. Wie genau, ist bis dato nicht geklärt.

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Erhöhte Empfindlichkeit gegen Gerüche

Bei Migräne ist das Gehirn im Ausnahmezustand und reagiert sensibler auf äußere Reize. Das zeigt sich z.B. durch eine extreme Abneigung gegenüber bestimmten Gerüchen.

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Psychische Veränderungen

Sowohl vor als auch während einer Migräneattacke kann es zu depressiven Verstimmungen, Irritation oder zu Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Bei anderen Kopfschmerzarten sind diese Beschwerden eher untypisch.

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Mehr als nur Kopfweh

Migräne-Patienten werden in Phasen des Schmerzes regelrecht aus dem Leben gerissen. Während Kopfschmerzen anderer Form einen normalen Alltag ermöglichen, muss bei Migräne oft Krankenstand oder sogar ein Besuch in einer Kopfschmerzambulanz in Anspruch genommen werden.

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Massive Erschöpfung

Bei Migräne ist das Gehirn im Ausnahmezustand und das setzt dem ganzen Körper zu. Daraus resultiert bei vielen eine extreme Erschöpfung, die mehrere Tage anhalten kann. Nicht einmal der stärkste Espresso scheint zu helfen und das hat einen Grund: Das Gehirn ist damit beschäftigt, das durch die Migräne verursachte Chaos aufzuräumen, sämtliche Energien fließen dorthin, das schlaucht.

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Steifer und schmerzender Nacken

Das ist besonders tricky, denn hier droht Verwechslungsgefahr mit Spannungskopfschmerz.

  • Bei Migräne ist, wie bereits erwähnt, der Trigeminus-Nerv aktiv.
  • Er kommuniziert mit einem wichtigen Schmerzleitsystem in der oberen Region der Wirbelsäule.
  • Wird dieser Bereich aktiviert, sendet er Signale ans Gehirn, was zu Schmerzen im Nacken führen kann.

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Die Schmerzen gehen einfach nicht weg

Migräne kann einige Stunden dauern, aber manchmal auch bis zu drei Tage anhalten. Außerdem tritt echte Migräne meist in kürzeren Intervallen als reguläre Kopfschmerzen auf.

Hinweis: Wenn Sie immer wieder von Kopfschmerzen geplagt werden, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.

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