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8 Fakten zu HPV

8 Dinge, die Sie über die sexuell übertragbaren Humanen Papillomviren (HPV) wissen müssen.

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Frau hat HPV
martin-dm / iStock

Humane Papillomviren (HPV) sind Erreger, die Zellen der Haut und der Schleimhäute befallen und verändern können. Im schlimmsten Fall kann eine solche Infektion zu Krebs, vorrangig zu Gebärmutterhalskrebs, führen. Eine HPV-Impfung (bestenfalls vor dem ersten Geschlechtsverkehr) schützt gegen einige Stämme des Virus.

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HPV ist weit verbreitet

  • In den USA sind Schätzungen zufolge 79 Millionen Menschen HPV-Träger, die Infektionsrate bei unter 30-jährigen Frauen liegt um die 25 Prozent.
  • Die meisten Menschen werden zumindest einmal in ihrem Leben mit dem Virus konfrontiert, wenn es zu einer Infektion kommt, heilt diese meist unbemerkt ab.

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HPV ist eine sexuell übertragbare Krankheit

HPV gilt als die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung überhaupt. Die Ansteckung erfolgt via vaginalen, oralen oder analen Verkehr. Für die Weitergabe bedarf es jedenfalls intensiven Hautkontakt. Kondome reduzieren die Ansteckungsgefahr zwar, können aber keine 100-prozentige Sicherheit garantieren.

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Männer und Frauen können HPV weitergeben

  • HPV ist kein reines Frauenproblem, eine Studie ergab, dass 69 Prozent aller Männer das Virus in sich tragen.
  • Bei Männern führt es aber nur selten zu gesundheitlichen Problemen, vor allem dann nicht, wenn sie ein intaktes Immunsystem haben.
  • Die meisten Infektionen verursachen keine Symptome, wenn es beim Mann zu Zellveränderungen an der Haut kommt, dann in Form von Genitalwarzen.

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Männer werden nur selten getestet

Während Frauen bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt mittels PAP-Test auf krebsauslösende HPV-Stämme geprüft werden, gibt es für Männer keine standardisierten Tests, um eine Infektion festzustellen.

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Eine HPV-Infektion erhöht das Krebsrisiko

HPV ist mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebsarten assoziiert, unter anderem mit Gebärmutterhalskrebs oder Tumoren in der Mundhöhle. Manche Stämme des Virus verursachen Genitalwarzen. Falls Sie HPV in sich tragen, müssen Sie aber nicht in Panik verfallen: Es braucht nämlich Jahre, teilweise Jahrzehnte, bis sich aus einer HPV-Infektion Krebs entwickeln kann. Und: Die Stämme, die Tumorwachstum auslösen, sind nicht die gleichen, die zu Genitalwarzen führen. Regelmäßige Checks beim Gynäkologen lassen rechtzeitig aufhorchen und Maßnahmen setzen.

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HPV bleibt nicht zwangsläufig für immer im Körper

Oft wird davon ausgegangen, dass das Virus, einmal eingefangen, lebenslang im Organismus bleibt. Tatsächlich merzt das Immunsystem die meisten Infektionen innerhalb von zwei Jahren aus. Das bedeutet aber nicht, dass Sie eine HPV-Diagnose einfach so ignorieren sollten. Regelmäßige Untersuchungen sind nach einer positiven Testung nach Absprache mit dem Arzt Pflicht.

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Das HP-Virus hat hunderte verschiedene Stämme

Es gibt harmlose und weniger harmlose HPV-Stämme. Zwei Hochrisikotypen, nämlich HPV 16 und 18, werden am ehesten mit bösartigem Zellwachstum in Verbindung gebracht. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene HPV-Stämme. Die Impfung schützt vor den Hochrisikostämmen sowie vor denen, die 90 Prozent aller Fälle von Genitalwarzen verschulden.

Eine Impfung kann schützen

  • Viele Ärzte empfehlen die HPV-Impfung für alle, die im späteren Leben sexuell aktiv sein werden.
  • Im Idealfall erfolgt die Impfung noch im Kindesalter (Buben und Mädchen ab dem vollendeten 9. Lebensjahr), bis zum 12. Lebensjahr ist der Impfstoff in Österreich kostenfrei.
  • Bis zum vollendeten 15. Lebensjahr kann die Impfung vergünstigt in Anspruch genommen werden.
  • Eine Immunisierung zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich, aber wahrscheinlich weniger wirksam.

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