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Ärzte warnen: Alkohol erhöht das Risiko für Krebs

Schon moderates Trinken gilt als maßgeblicher Risikofaktor für eine Krebserkrankung.

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Verursacht Alkohol Krebs?
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Dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Krebserkrankungen, allen voran Lungenkrebs, erhöht, ist mittlerweile in den Köpfen der Menschen angekommen. Nicht so beim Thema Alkohol: Wir wissen zwar, dass zuviel des Guten der Leber schadet, an Krebs denken jedoch die wenigsten.

Ein Team aus amerikanischen Ärzten gab nun im Fachjournal "Journal of Clinical Oncology" ein Statement zur fatalen Wirkung von Alkoholkonsum ab: Alkohol ist laut den Experten ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Krebs.

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Großes Unwissen in der Bevölkerung

In den USA setzen 70 Prozent der Menschen Alkohol überhaupt nicht in Verbindung mit Krebs. Die Mediziner der American Society of Clinical Oncology (ASCO) möchten daher für das Problem sensibilisieren, denn:

  • 5 Prozent aller Neuerkrankungen an Krebs stehen in eindeutigem Zusammenhang mit Alkoholkonsum.
  • 6 Prozent aller tödlichen Krebsfälle haben eine direkte Verbindung zu Alkohol und dessen Konsum.

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Diese 7 Krebsarten treten eher auf

In genanntem Statement werden folgende sieben Tumorarten angeführt, die bei regelmäßigem Trinken von Alkohol häufiger auftreten:

  • Brustkrebs
  • Krebs am Enddarm
  • Speiseröhrenkrebs
  • Leberkrebs
  • Tumore der Mundhöhle
  • Rachenkrebs
  • Kehlkopfkrebs

Schon ein alkoholisches Getränk pro Tag soll die Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs um 5 Prozent erhöhen. Das Risiko für Oropharynxkarzinom (eine Krebsart, die im mittleren Bereich des Rachens auftritt) steigt dabei sogar um ganze 17 Prozent. Speiseröhrenkrebs tritt bei regelmäßigem Trinken um 30 Prozent häufiger auf im Vergleich zu Menschen, die auf Alkohol verzichten.

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Was viel Alkohol anrichtet

Logisch: Je mehr Alkohol konsumiert wird, desto schlimmer wirkt sich das auf die Gesundheit aus. Die Zahlen aus dem Statement der US-Ärzte sind wirklich alarmierend. Wer sich mehr als vier Drinks täglich genehmigt, ist nicht nur sehr wahrscheinlich Alkoholabhängig, er erhöht auch sein Krebsrisiko deutlich:

  • Mund- und Rachenkrebs tritt im Vergleich zu Nichttrinkern fünfmal häufiger auf.
  • Das gleiche gilt für Speiseröhrenkrebs.
  • Leberkrebs kommt bei starken Trinkern zweimal häufiger vor.

Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte seinen Alkoholkonsum einschränken bzw. nur noch wenig oder bei besonderen Anlässen trinken. Die empfohlenen Mengen pro Tag finden Sie hier.

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  • Gerhard Pfefferer sagt:

    Wie fast alle Vermutungen in Richtung Krebsauslöser wissenschaftlich nicht belegbar. Gut 90% Der Krebsarten werden sehr wahrscheinlich durch die Psyche einerseits und überalterung andererseits ausgelöst. Krebs bei Kindern beruht vermutlich auf einem problematischen Genpool, da die Medizin die natürliche Auslese zum Teil ausser Kraft setzt.