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Wissenschafter finden Methode gegen das Altern: Haarausfall und Falten umkehren

Im Rahmen einer Studie gelang es Forschern den Alterungsprozess von Labormäusen aufzuhalten. Ob das beim Menschen auch klappen könnte?

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Alterungsprozess umkehren
evgenyatamanenko / iStock

Wir werden alle alt, ob wir das wollen oder nicht. Bislang gibt es noch keine Möglichkeiten, den Verfall der Zellen aufzuhalten oder gar umzukehren. Forscher der University of Alabama in Birmingham schenken uns nun Hoffnung: Ihnen gelang es, gealterte Mäuse wieder jung zu machen. Wie bitte? Sie haben richtig gelesen. Was die Wissenschafter genau mit den Tieren angestellt haben und ob das eines Tages beim Menschen ebenso anwendbar sein könnte, lesen Sie hier.

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Warum wir alt werden

Warum und wie altern Menschen und Tiere überhaupt?

  • Altern ist als fortschreitender und nicht umkehrbarer biologischer Prozess beschrieben, der langsam aber sicher zum Verlust der Funktion der Organe führt und mit dem Tod endet.
  • Mit dem Altern werden wir anfälliger für Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten oder Alzheimer.
  • Sterben Menschen nicht an Krankheiten, so können sie bis zu 120 Jahre alt werden.
  • Die Wissenschaft hat die Ursache des Alterns bei Mensch und Tier noch nicht komplett geklärt. Wir scheinen jedenfalls nicht für die Unsterblichkeit bestimmt.

Mehr dazu: Wie alt kann der Mensch werden?

Primäres und sekundäres Altern

  • Primäres Altern: unabhängig von Krankheit; physiologisches Altern durch zelluläre Alterungsprozesse
  • Sekundäres Altern: Altern durch äußere Einflüsse, also zum Beispiel durch Krankheit, Rauchen, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel

Mehr dazu: The Daily Dozen

Mitochondrien als Energiegeber

90% der Energie, die unsere Zellen brauchen, um zu überleben, stammt von den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen. Geht den Mitochondrien sprichwörtlich die Puste aus, alten wir.

Das bringt uns zu dem Mäuse-Experiment der aktuellen Studie:

  • Die Forscher aktivierten in den Tieren eine bestimmte Mutation, was dafür sorgte, dass die Mitochondrien einen großen Teil ihrer Funktion aufgaben.
  • Daraufhin alterten die armen Nager innerhalb von vier bis acht Wochen im Eiltempo.
  • Ihre Haare fielen aus, das Fell wurde grau und die Haut zeigte vermehrt Falten.

Als das Team die Mitochondrien der Mäuse wieder aktivierten, passierte Erstaunliches: 

  • Ihre Haare wuchsen nach.
  • Das Fell bekam seine ursprüngliche Farbe.
  • Die Falten bildeten sich zurück.

Die Macher des Experiments sprechen von einer noch nie dagewesenen Beobachtung. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob und wie diese Erkenntnis mit dem Alterungsprozess des Menschen in Verbindung gebracht werden kann.

Mehr dazu: Wie Hund und Mensch gesund alt werden

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