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Früherkennung von Alzheimer: Ein neuer Augentest lässt hoffen

Alzheimer könnte künftig anhand eines einfachen Augentests in einem Stadium erkannt werden, in dem noch keine deutlichen Symptome auftreten.

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Augentest für Alzheimer
gilaxia / iStock

Die Diagnose Alzheimer ist für Betroffene und ihre Angehörigen ein Schock: das Leben, wie es bisher war, endet und ein neuer, sehr schwieriger Abschnitt beginnt. Noch gibt es kein Heilmittel gegen die degenerative neurologische Erkrankung. Der Verlauf kann zwar verzögert, aber nicht gestoppt werden. Je früher die Diagnose erfolgt, desto besser schlägt die Therapie an. Daher arbeiten Ärzte und Wissenschafter fieberhaft an Methoden, um Alzheimer in einem möglichst frühen Stadium zu entlarven. Ein Augentest könnte nun ein Schritt in die richtige Richtung sein.

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Veränderungen an Netzhaut und Sehnerv

Eine kleine Studie kam zu dem Ergebnis, dass Veränderungen am Sehnerv bzw. an der Netzhaut erste Hinweise auf Alzheimer geben können, noch bevor bei Patienten erste Symptome der Krankheit auftreten.

Frühzeichen für Alzheimer sind zum Beispiel:

  • reduzierte Merkfähigkeit
  • schlechteres Kurzzeitgedächtnis
  • zunehmende Vergesslichkeit
  • manches kommt einem "wie gelöscht" vor
  • Wortfindungsstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • herabgesetzte Aufmerksamkeit
  • Überspielen der Gedächtnisstörung, indem Ereignisse irgendwie zusammengereimt werden
  • Orientierungsprobleme
  • später dann Schwierigkeiten bei Alltagstätigkeiten und merkliche Veränderungen der Persönlichkeit

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Für den in der aktuellen Forschungsarbeit geprüften Augentest braucht es keine neuen Geräte, nur eine innovative Untersuchungsmethode. Denn Netzhaut und Sehnerv können in jeder Augenarztpraxis untersucht werden. Bei beginnendem Alzheimer können diese Veränderungen im Auge beobachtet werden:

  • Ausdünnung im Zentrum der Netzhaut
  • Abbau des Sehnervs
  • Anhand einer neuen Technik kann außerdem die Anzahl von roten Blutzellen in der Netzhaut eruiert werden, was ebenso einen Hinweis auf Alzheimer gibt. Diese Veränderung findet noch früher statt als die erstgenannten, teilweise zwei Jahrzehnte vor Ausbruch der Krankheit.

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Gehirn und Augen stehen in enger Verbindung

Aber warum macht sich eine Erkrankung des Gehirns überhaupt im Auge bemerkbar? Das liegt daran, dass das zentrale Nervensystem und die Netzhaut in unserem Sehorgan sehr eng miteinander verbunden sind. Wenn im Gehirn ein krankhafter Prozess stattfindet, spiegeln das die Zellen der Netzhaut oftmals wider.

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